Fakeblog | …begeht Rechtschreibfehler
Deine Wahl fiel auf Gedankenfetzen - Na denn, viel Glück...

Nelson Mandela R.I.P.

Was war Nelson Mandela nicht alles? Wahrscheinlich mehr für seine Mitmenschen, als für sich selbst. Erster schwarzer Präsident Südafrikas muss ich nicht erwähnen, oder? Nelson Mandela setzte sich gegen die Rassentrennung ein und ging dafür ins Gefängnis. Nicht für ein paar Tage, sondern für 27 Jahre. Ein Jahr nach der Entlassung wurde er Präsident Südafrikas. 1993 erhielt er gemeinsam mit Frederik de Klerk den Friedensnobelpreis, der als Staatspräsident 1990 den Befehl zur Freilassung gab.

Wie sagte Mandela während seiner Verteidigungsrede 1964 (ganze Rede auf englisch lesen):

… Ich habe mein Leben dem Kampf des afrikanischen Volkes geweiht. Ich habe gegen die weiße Vorherrschaft und gegen die schwarze Vorherrschaft gekämpft. Ich bin stets dem Ideal einer demokratischen und freien Gesellschaft gefolgt, in der alle Menschen friedlich und mit gleichen Möglichkeiten zusammenleben. Für dieses Ideal lebe und kämpfe ich. Aber wenn es sein muss, bin ich bereit, dafür zu sterben…

Nach seiner Freilassung waren Mandelas erste öffentliche Worte in Soweto:

Ich bin glücklich nach Soweto zurückzukehren, doch zugleich kehre ich auch mit einer tiefen Traurigkeit zurück; ich bin traurig, weil ich sehe, dass ihr immer noch unter dem unmenschlichen System der Apartheid leidet.

Über Unterdrückung und Babylon hatte ich damals bereits geschrieben, denn oft ist das ein mentaler Zustand. In Südafrika war und ist es in Teilen aber immer noch sehr real. Und jetzt ist der größte Anti-Apartheids Kämpfer tot. Das macht mich traurig.

Panik: wenn die Kinder älter werden, darf ich dann bitte noch Kind bleiben?

Kiezneurotiker hat vor ein paar Tagen meinen Fragebogen, im Sprachgebrauch Stöckchen genannt, beantwortet. Auf die Frage, ob und wann er sich noch wie ein Kind verhält, antwortete er:

Wenn ich mit meinem Kind spiele, werde ich selber zum Kind. Und wenn es dann lacht, wenn ich mich zum Klops mache, gibt es nichts Schöneres. Wir müssen alle immer so oft so erwachsen sein. So ein Kind zeigt, dass es auch mal anders geht. Und es ist gesellschaftlich akzeptabel, wenn man sich als Vater mit Kind in der Öffentlichkeit wie eines verhält.

Das machte mich irgendwie traurig. Gleichzeitig öffnete sich mir ein ganz neuer Blick auf Kind 1 und 2. Kinder können anstrengend sein, das ist bekannt. Doch sie eröffnen uns jeden Tag Einblicke in ihre Welt, die so schön einfach ist (abhängig vom Alter natürlich), auch wenn uns “Erwachsenen” das Verhalten der Kinder manchmal nicht passt. Das ganze Wesen Kind geht meist voran, mein Wille, mein Weg. Egoschlümpfe. Das soziale Miteinander lernen sie erst mit der Zeit. Doch was alle Kinder gemein haben ist der unbändige Spieltrieb. Stundenlang versinken sie im Spiel, gehen einer Sache nach. Zeit? Nicht relevant.

Kind 1 und 2 sind meine Legitimation selbst Kind sein zu dürfen. Der entscheidende Satz in Kiezneurotikers Antwort:

Und es ist gesellschaftlich akzeptabel, wenn man sich als Vater mit Kind in der Öffentlichkeit wie eines verhält.

Wenn ich zurückblicke spackte ich schon immer gerne herum, machte Spaß und begegnete vielen Dingen spielerisch. Gerade darf ich all das mit Kind 1 und 2 wieder in vollem Umfang ausleben und das auch noch mit der Akzeptanz der Gesellschaft.

Was passiert mit mir, wenn Kind 1 und 2 älter werden? Werde ich nie mehr Sandburgen bauen, nie mehr freudig durch die Gegend hüpfen und springen, mich nie mehr im Supermarkt auf den Boden legen dürfen, um “ICH WILL DAS ABER! ICH BRAUCHE DAS JETZT!” zu schreien. Wie sieht das denn aus?

Darf ich dann nie mehr auf einer Skateboardrampe fahren, weil die anderen Kids mich schräg von der Seite anschauen werden? “Schau mal, der Typ mit den grauen Haaren fährt ein Skateboard, das ungefähr von 1985 sein muss”, höre ich die Checker der Zukunft schon rufen.

Überhaupt kann Gesellschaft ab und an ein richtig fieser Typ sein. Wem von euch ist schon mal aufgefallen, dass man bereits schräg angeguckt wird, wenn man zum Beispiel lauthals in der U-Bahn lacht? Vor kurzem habe ich bemerkt, dass die Beschränkung zu einem großen Teil nur in meinem Kopf existiert. Mit ein paar Arbeitskollegen joggten wir, als ein Fahrradfahrer uns von hinten überholte. Mir schoss “Bicycle Race” von Queen in den Kopf und ich begann lauthals zu singen: “I want to ride my bicycle, I want to ride…” Meine Kollegen_innen stimmten ein und der Fahrradfahrer schenkte uns ein Lächeln. Na also, geht doch. Vielleicht muss ich mich nur öfter überwinden. Allgemein finde ich, dass lautes Singen in der Öffentlichkeit zu einer Randdisziplin verkommt.

Meine Kinder lernten mir bis jetzt, dass ich wieder “freier” leben sollte, ohne ständig auf eine von der Gesellschaft akzeptierten Handlungsweise achten zu müssen. Vielleicht ist es sogar so, dass sich andere Menschen mehr Mitmenschen wünschen, die einfach mal umherspacken. Vielleicht auch nicht.

Ach was. Wenn die Kinder größer werden, dann werde ich ein Skateboard fahrender Clown. Der darf nämlich fast alles. Und das von der Gesellschaft legitimert. Jau, ich bin aus dem Dilemma raus.

Lampedusa ist nicht vergessen: Plakatkampagne “Wir sind Lampedusa”

Um die Lampedusa Flüchtlinge ist es sehr still geworden. Warum eigentlich? Klar, es gibt keine spektakulären Bilder mehr, die man der breiten Masse vors Gesicht zimmern kann. Ein sinkender Kutter und Tote, das interessiert einen Großteil der Menschen. Ein paar tausend Demonstranten, die sich in der Kälte ihre Popos abfrieren, das darf man dem gelenkten Volk nicht so deutlich zeigen.

Und Weihnachten wird sowieso nicht demonstriert. Da sollen Bürger nicht belästigt werden. Man wird ja wohl noch mal in Ruhe Weihnachtsgeschenke shoppen dürfen, ohne das Gefühl zu haben, dass es bei anderen Menschen um die Existenz geht. Die Thematik passt nicht zu Glühwein und geschmückten Schaufenstern. Was wäre, wenn sich der Weihnachtsmann mit den Flüchtlingen solidarisiert? Würde Weihnachten ausfallen?

Was möchte ich überhaupt? Mein Wunsch ist es, dass Flüchtlinge in Deutschland willkommen sind. Dass an Gesetzen gearbeitet wird, die es Flüchtlingen ermöglichen, schnell in einer für sie fremden Kultur Fuß zu fassen. Ich möchte, dass man zuerst das Positive in anderen Menschen sieht und sich ernsthaft mit der Flüchtlingsthematik auseinandersetzt. Mir ist bewusst, dass man nicht die Bevölkerung kompletter Länder aufnehmen kann, aber darum geht es auch nicht, auch wenn uns das die Politik manchmal Glauben machen mag. Vielmehr geht es um einen humanen Umgang, um Menschlichkeit, um kurz gesagt: Empathie.

Wir sind Lampedusa Plakat Bela B

Bela B – Mit freundlicher Genehmigung von Lampedusa Hamburg

Hoffnungsschimmer Hamburg

Hamburg ist da für mich so etwas wie der Hoffnungsschimmer. Seit Monaten engagieren sich Bürger vor Ort, um eine Lösung für die politischen Flüchtlinge zu erreichen. Um den Druck aufrecht zu erhalten, gibt es ab sofort “Wir sind Lampedusa” Plakate, die man sich hier kostenlos zur Verbreitung bestellen kann.

Wir sind Lampedusa - Fatih Akin

Fatih Akin – Mit freundlicher Genehmigung von Lampedusa Hamburg

Wir sind Lampedusa Plakat Jan Delay

Jan Delay – Mit freundlicher Genehmigung von Lampedusa Hamburg

Solidarität beginnt vor der eigenen Haustür im eigenen Umfeld

Mit den Plakaten kann man die eigene Stadt verschönern, die eigene Umgebung. Auf den Plakaten sind mehr oder weniger bekannte Personen der Öffentlichkeit, die sich mit den Flüchtlingen solidarisch zeigen. Auf der Webseite steht:

WIR SIND LAMPEDUSA
Noch immer gibt es keine Lösung für die Flüchtliche auf St. Pauli!
Es ist an uns, den Druck auf die Politik weiter aufrecht zu erhalten, um das zu ändern. Das geht nur über die Öffentlichkeit. Auch Du kannst uns helfen, soviele Menschen wie möglich zu erreichen und zu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden.

Weiterführende Links

Lampedusa in Hamburg
St. Pauli Kirche

(via urbanshit)

(6) Du merkst, dass die Welt kaputt ist, wenn…

…Angela Merkel die PKW-Maut vor der Wahl kategorisch ablehnt, nach der Wahl ein wenig überlegt, um am Ende wie der Horst dazustehen und zu sagen: Yo, machen wir. Von mir aus. Und kommt mir jetzt nicht mit Demokratie und Kompromiss und so.

(5) Du merkst, dass die Welt kaputt ist, wenn…

…Russland, China und Kuba ab Januar für 3 Jahre im UN-Menschenrechtsrat vertreten sind. Gewählt übrigens von der UN-Vollversammlung. Wikipedia meint zum Menschenrechtsrat:

Der Menschenrechtsrat soll gemäß seiner Gründungsresolution als Hauptforum der Vereinten Nationen für den Dialog und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Menschenrechte dienen. Sein Hauptaugenmerk liegt darauf, Mitgliedstaaten dabei zu unterstützen, ihre Menschenrechts-Verpflichtungen mittels Dialog, technischer Hilfe und dem Aufbau von Kapazitäten einzuhalten.

menschenrechtsrat

Jetzt könnte man argumentieren, dass es doch besser ist diese Staaten mit an Bord zu haben, da so die Möglichkeit der Einflussnahme viel höher ist. Meine Vermutung ist eher, dass es sich wie früher verhalten wird, als der Menschenrechtsrat noch Menschenrechtskommission hieß: es wird effektiv nicht möglich sein für den Schutz der Menschenrechte einstehen zu können, da es der Menschenrechtsverletzungen beschuldigten Staaten möglich sein wird, sich gegenseitig im Menschenrechtsrat zu schützen. Toll.

Russlands politische Führung zeigte erst vor kurzem, welche Potentiale in Russland verborgen liegen, die jetzt nach und nach ans Tageslicht kommen. Aber hey, die Hauptsache ist die Durchführung der Olympischen Spiele. Da kann man der Welt so richtig zeigen, wie toll das Land ist.


(Video Direktlink)

(4) Du merkst, dass die Welt kaputt ist, wenn…

…Menschen für 50 Cent bei einer Teletext-Umfrage anrufen, um auf die Frage mit “Mir egal” zu antworten.

Liebe Politiker: ein siebenfaches f*** y**

Der Tag an dem es regnen und die große Koalition verkündet wird, interessiert mich nicht. Liebe Politiker, ihr könnt mich mal. Seit geschlagenen 20 Jahren habe ich versucht irgend eine Form von Verhältnis zu euch zu finden. Ich habe euch tatsächlich mal geglaubt, habe eure Worte für wahr genommen. Doch mit jeder neuen Tat habt ihr mir gezeigt, dass euch eure früheren Worte nicht mehr wichtig sind. Steter Tropfen höhlt den Stein, oder anders gesagt: eure ständigen Unwahrheiten haben mich zu einem politikverdrossenen Menschen gemacht.

Falls jemand von euch jemals ein Rückgrat hatte, so wurde das gegen erhöhte Diäten eingetauscht. Ein Kopf, der direkt auf den Beinen umherläuft sieht zwar lustig aus, hilft aber nicht wirklich weiter. Wo wir gerade bei Diäten waren: die Deutschen werden also immer dicker? Dick sind hier lediglich eure eigenen Vorteilsgedanken. Volksverdreher, Politricks. Wut. Zorn. Eure Wirtschaft ist nicht meine Wirtschaft. Wachstum, Wachstum, immer mehr Wachstum. Ihr wisst, dass Wachstum endlich ist, aber ihr macht immer weiter.

Obwohl, die Wirtschaft zeigt euch vorbildlich, wie Wachstum funktionieren kann. Man verkleinert den Packungsinhalt und lässt den Preis gleich. Mit dieser Methode liefert euch, liebe Politiker, die Wirtschaft das perfekte Alibi, mit dem ihr eine mögliche Inflation immer wegreden und entkräften könnt. Da hat euch die Wirtschaft schon toll geholfen. Aber ihr zeigt euch ja auch erkenntlich. Oft. Sehr oft. Zu oft. Und nicht vergessen: irgendwann neigen sich auch die Inhalte der Verpackungen dem Ende entgegen.

Wieso macht hier keiner mal den Mund auf? Was ist mit uns Bürgern passiert? Haben uns die Medien bereits so weit eingeschläfert, dass wir immer denken, anderen geht es noch schlechter? Wir bekommen sripted reality Shows wie “Frauentausch”, in denen vermeintlich minderbemittelte Menschen der Lächerlichkeit Preis gegeben werden. Geplant.

Ey, f*** y**.

Auf der anderen Seite noch ein bisschen Casting Shows, da sind schon Menschen dabei, die man irgendwie toll finden könnte, oder? Der Masterplan geht voll auf und wir hängen adipös und vollgefressen auf unseren Sofas umher?

Ey, ein doppeltes f*** y**.

Lasst uns die Fernseher rauswerfen und uns jeden Abend zu bester Sendezeit an markanten Plätzen unserer Wohnorte stellen. 20.15 Uhr. Sollen die Menschen doch mal erfahren, was hier alles so läuft. Wobei, wenn ich mir das so genau überlege, könnte es natürlich passieren, dass Menschen neben einem stehen, die kurz zuvor noch gegen die neuen Redaktionsräume einer Obdachlosenzeitschrift geflyert haben.

Mit denen möchte ich nicht gemeinsam irgendwo stehen, nein, diese Art der besorgten Bürger möchte ich nicht mal anschauen. Erbärmlich ist das. Wie geistig arm muss man sein, um verbal auf Arme einzuschlagen, die auf dem Weg sind, ihr Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen.

Ein dreifaches f*** y**.

Aber hey, liebe Politiker, wir haben sonst keine Probleme. Flüchtlinge sterben, weil sie mit einem abgefuckten Kutter völlig überteuert in ein neues, vermeintlich besseres Leben schippern. Ihr denkt, das sind gar keine politischen Flüchtlinge, denn einer von ihnen hat behauptet, dass neben ihm noch gar keine Bombe eingeschlagen hat. Und hey, liebe Politiker, die Flüchtlinge, die bei der Überfahrt sterben, bekommen nachträglich die italienische Staatsbürgerschaft.

Ein vierfaches f*** y**.

Jene, die überleben, werden zurückgeschickt, oder wie ein Stück Vieh in Flüchtlingslagern eingesperrt. Wollt ihr mich eigentlich verarschen? Alleine in Hamburg hat sich eine Welle der Solidarität gebildet. Hoffnung.

Liebe Politiker, euer unmenschliches, alleine auf Wachstum ausgerichtetes Verhalten, ruft in mir ein Gefühl des Würgereizes hervor. Während ihr Ausnahmegenehmigungen für Waffenexporte am laufenden Band erteilt, schiebt ihr die Opfer, die durch eure Waffen, ja eure Waffen bedroht sind, wieder ab.

Ein fünffaches f*** y**.

Bevor ich es vergesse, liebe Politiker, euer Verhalten zur “Spionage Affäre” könnt ihr euch dahin stecken, wo es hingehört. Laut Wikipedia bedeutet Affäre:

…ein sexuelles Liebesabenteuer, das oft gleichzeitig mit einer bestehenden Partnerschaft stattfindet…

Ja, das Wort Affäre habe ich bewusst in einen anderen Kontext gesetzt. Einen, der passender ist. Die Amerikaner sind also die Bösen, weil sie massenhaft Telefone überwachen, das Internet scannen, etc. und euch fällt nichts besseres ein, als wieder mal ein paar Abgeordnete zu entsenden? Meine Güte, das ist eine Bankrotterklärung. Ihr wollt ein deutsches Facebook? Hey, dann schafft doch erst mal eine gesetzliche Grundlage, mit der ein deutsches Facebook überhaupt möglich wäre.

Ihr wollt ein deutsches Internet? Wird der geneigte Bürger beim Betreten dann mit der Nationalhymne begrüßt? “Willkommen im deutschen Internet, Sie können ab sofort folgende 10 Internetseiten besuchen. Viel Spaß dabei.” Die digitale Dimension habt ihr nicht mal im Ansatz begriffen, oder? Aber hey, wichtig ist erst mal, dass die Kanzlerin nicht mehr abgehört wird. Dann wird alles wieder gut.

Ein sechsfaches f*** y**.

Der Kreislauf aus Politik und Medien funktioniert bestens und manchmal verzweifle ich an eurem plumpen, offensichtlichen Vorgehen. Die meisten Medien helfen euch bei eurem Vorhaben. Die NSA-Affäre wird als großer Skandal dargestellt, die Bürger werden im TV und in unzähligen Artikeln darüber informiert, dass die Regierung das Thema sehr ernst nehme, bla bla fasel fasel. Aber hey, liebe Politiker, während diese Nachrichten verkündet werden, sitzt ihr in eurem groß koalierten Hinterzimmer und verabredet die erneute Totalüberwachung aller Bürger.

Was für ein Witz.

Deutsches Internet, Totalüberwachung dank der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Sorry, ich muss mal kurz zum Weinen unter den Tisch. Ihr ödet mich an. Ihr langweilt mich. Und während ich das schreibe, organisiert die NPD anderswo Fackelläufe und aktiviert hunderte Menschen. Aber hey, liebe Politiker, schaut nur zu. Schaut euch das alles ganz genau an, denn es interessiert euch sowieso nicht.

Ein siebenfaches f*** y**.

Jetzt, nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, fängt es draussen an zu regnen.

Warum persönlicher Kontakt unter Bloggern wichtig ist und warum es beim Bloggen auch eine menschliche Komponente gibt

Ein paar Gedanken zum Thema Blogger. Meine grundlegende, weltumfassende Erkenntnis: Blogger sind Menschen. Wow, das hat gesessen. Manche kenne ich persönlich, manche nur, weil ich sie lese. Chris hat gestern in einem Kommentar vermutet, dass ein Teil des Artikels von Werbung handeln könnte. Das war leider falsch.

Das Beispiel Wahlplakat-Adbustings

Jeder, der in dieses Internet schreibt ist sich bewusst, dass sich gewisse Themen verbreiten können. Beispielhaft möchte ich das an den digitalen Adbustings zeigen, die vor der Bundestagswahl gut besucht waren. Der Max war der erste, der den Artikel mit den gebusteten CDU-Plakaten aufgriff. Danach folgten diverse Blogs, welche die gebusteten Wahlplakate ebenfalls aufgriffen, unter anderem Daniel. Und Verena. Und und und… Das Zeug war irgendwann gefundenes Fressen für die Qualitätspresse, die sonst über einen gelangweilten Wahlkampf zu berichten wusste.

Der Stern steigt auf den Zug des Adbustings auf und berichtet, dass der Blog urbanshit.de seine User dazu aufgerufen hat, Adbustings von Wahlplakaten per Mail einzusenden. Die Sammlung ist so toll, dass der Stern die Sammlung:

mit freundlicher Genehmigung Klöckners zeigt.

Stern Screenshot des Artikels "Der Wähler kommuniziert zurück" - Qualitätsjournalismus des stern

Screenshot des stern Artikels “Der Wähler kommuniziert zurück”.

Schön, das YouTube Busting von mir steht also an erster Stelle und als Quellangabe steht urbanshit.de. What? Ich verstehe, dass Redakteure keinen leichten Beruf haben, da sich die Schlagzahl der täglich geschriebenen Artikel ständig erhöht. Da bleibt kaum Zeit für eine kurze, qualitative Recherche. Nun könnte man sagen, dass die Idee von urbanshit, User Bilder einsenden zu lassen, verhinderte, dass Quellangaben überhaupt stattfinden. Der geneigte Internet User sieht ein Bild und wenn er es gut findet, dann wird das in die Mail gepackt und fertig. Oder der User macht selbst ein Bild und schickt es ein.

Zurück zum Stern. Ich fasste etwas Mut und dachte, dass ich dem entsprechenden Stern Redakteur einen freundlichen Hinweis auf die Quelle schreiben könnte. Also schrieb ich einen Tweet:

Das war die Kommunikation. Keine Antwort mehr. Ich hatte andere Dinge zu tun und mir war es nicht so wichtig. Allerdings erscheint der Stern im Gruner & Jahr Verlag, die auf der verzweifelten Suche sind, wie sie denn jetzt nun mit dem Leistungsschutzrecht umgehen sollen. Man will ja dann doch keine Google Besucher verlieren. Boah, Klickvieh. Vielleicht wird die Qualität der Recherche durch das Leistungsschutzrecht verbessert. Daran zweifle ich aber. Das LSR hat nur Verlierer hervorgebracht. Das einzige, was das LSR gezeigt hat ist, dass die Verlage auch im Internet die Richtung bestimmen. Wenn es auch jetzt erstmal ein “Nullspiel” war, so wurde deutlich, wer die besten Lobbyisten mit dem besten Einfluss hat. Der Rest der Internet-User hat keine Lobby.

Warum Menschen im Internet gut sind – und andere nicht

Jetzt habe ich lange Zeit mit dem Artikel verbracht, um festzustellen, dass ich mich auf das Positive besinnen möchte. Das Internet besteht aus genauso vielen guten, wie so na ja Menschen. So hat Martin, den ich auf der re:publica zum ersten Mal persönlich getroffen habe, beim Artikel von urbanshit einen Kommentar mit der Quellangabe hinterlassen. Fertig. Genau so lief es bei Testspiel. Dort packte Verena den Link zur Quelle in einen Kommentar. Verena kannte ich bis dahin gar nicht und wir sind uns noch nie begegnet. Was mich allerdings wirklich freute waren weiterhin die Kommentare von Martin bei Testspiel. Zitate:

Zum Beispiel dieser Kommentar:

Die Quelle (und mehr) hatte ich dem Rudolf schon in die Kommentare geschrieben, bevor du das hier gepostet hast. Wenn ich sehe, wie das Ding die Runde macht, tut mir das für den Floyd schon ein bisschen leid :(((

Oder dieser:

… Aber wenn ich bei Twitter, FB, rivva und im Reader mitbekomme, wie sich dein Posting verbreitet und dann sehe, dass du seit gestern den Hinweis auf den Urheber hast, in den Kommentaren darauf antwortest und derweil Zeit für weitere Artikel hast, ärgert mich das. Zudem hab ich mich erst letztes Wochenende mit Floyd getroffen und über (seine) Wahlplakate unterhalten, da reg ich mich dann halt mal schneller auf… ;) …

Fragen kostet nichts

Alle oben genannten Blogger/innen, ob ich sie persönlich kenne oder nicht, haben eines gemeinsam. Alle haben mir eine kurze Mail geschrieben und gefragt, ob sie die Plakate für einen eigenen Blog-Artikel oder sonst was verwenden dürfen. Ein großes “Wow” und Danke dafür von mir. In einer Zeit von Bloggerei, in der sehr viele nur auf “Ich habe das als Erstes gepostet” setzen, gibt es noch Menschen, die sich ein paar Minuten gedulden können, bis sie einen Artikel veröffentlichen. Das finde ich toll. Ich bin tatsächlich der Letzte, der eine Veröffentlichung verweigert, solange es sich bei den Anfragenden nicht um irgendwelche Käseblätter handelt, oder der Inhalt in einem falschen Kontext gezeigt wird.

Man fängt immer bei sich selbst an. Nach einigen Erfahrungen habe ich mein Verhalten beim Bloggen verändert. Ich mache immer noch unglaublich viele Fehler, aber: wenn mir im Netz (meist im RSS Reader) etwas über den Weg läuft, das mir gefällt und das ich auch gerne als Erinnerung in meinem Blog hätte, dann versuche ich den Urheber ausfindig zu machen. Manchmal dauert die Abklärung der Rechte 1 Woche oder länger, aber ich habe erstens die Sicherheit, und auch ein gutes Gefühl dabei. Ein nicht zu verachtender Vorteil dabei ist, dass bei der Abklärung persönliche Kontakte entstehen und man zukünftig Genehmigungen schneller bekommt. Oder Informationen früher. Ansonsten nutze ich für Bilder sehr oft Fotos, die unter einer CC Lizenz stehen und nutzbar sind.

Dann gibt es für mich noch offene Fragen beim Bloggen, die ich nicht abschließend klären konnte. Wenn ich einen Artikel, ein Foto, oder was auch immer auf einer Webseite finde, diese den Inhalt aber wiederum von einer anderen Webseite hat (meist gekennzeichnet durch “via” Links), welche Seite verlinke ich dann? Die Ursprungsquelle, soweit ich sie zurückverfolgen kann, oder die Webseite, auf der ich den Artikel gelesen habe. Wenn man nur die Seite verlinkt, auf der man den Artikel gelesen hat, dann bekommt die Ursprungsquelle gar keine Besucher. Nicht selten ist die ursprüngliche Quelle eine “kleine” Webseite. Verlinkt werden aber meist die “größeren” Seiten, da dort die meisten Leser sind. Katze -> Schwanz? Überhaupt ist diese Verlinkung untereinander nur auf diese “via” Links und eine eventuell vorhandene Blogroll beschränkt. Das ist irgendwie doof.

Der gute Abschluß der Adbustings

Was ich nicht mag sind Pauschalisierungen. Man kann nicht behaupten, dass alle Journalisten/innen oder alle Verlage oder alle Blogger/innen nicht fähig und böse sind. Tatsächlich gibt es auch dort Menschen, die die Mühe einer Recherche auf sich nehmen, wie zum Beispiel Felix Hütten von der taz oder oben genannte Blogger/innen. Felix schrieb mich irgendwann an und fragte nach, ob ich einen Kontakt zu der Person herstellen könnte, die für die Adbustings verantwortlich ist. 10 Tage später kam ein Artikel in der taz. Gedruckt und online. Felix schickte mir alle Texte zur Autorisierung zu, was ich sehr wichtig fand. Danke Felix.

Wahrscheinlich schreibe ich diesen Artikel nur, um mich selbst immer wieder daran zu erinnern, dass es unabdinglich ist, Quellen zu erwähnen. Wir alle vergessen sie. Manchmal. Und manche immer.

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UPDATE 11.10.2013 – 18.10 Uhr

Der Hintergrund des Stern Artikels und warum Blogger-Kontakte wichtig sind

Der Stern fragte ebenfalls bei Daniel vom Kotzenden Einhorn an. Nach einer kurzen Nachfrage bei Daniel ergab sich folgender Sachverhalt, den ich hier mit Genehmigung von Daniel veröffentlichen darf. Der Stern fragte bei Daniel an, ob sie Bilder aus seinem Adbusting Artikel verwenden dürfen. Daniel erwiderte, dass er keine Generalvollmacht erteilen könne und sie die jeweiligen Quellen (die unter dem Artikel verlinkt waren) fragen müssten. Daniel hat deutlich darauf hingewiesen, dass er kein Copyright an den Bildern besitzt, sie aber ohne großen Aufwand die Quellen unter dem Artikel finden und dort anfragen könnten.

Interessant. Erstens, dass Daniel ausdrücklich sagt, dass er nicht die Rechte an den Bildern besitzt. Das finde ich persönlich toll. Zweitens, dass der Stern folglich wusste, wo die Urheber der Bilder (ich war da nicht der einzige) zu finden sind. Jetzt könnte man grobes, journalistisches Fehlverhalten bei der Recherche unterstellen, aber das lasse ich lieber. Stattdessen fragt der Stern bei urbanshit.de nach, ob sie die Bilder aus seinem Adbusting Artikel verwenden dürfen. Anscheinend dürfen sie.

Dabei ist es nicht wichtig, bei wem der Stern zuerst nachfragte, ob bei urbanshit oder bei Daniel. Der verantwortliche Redakteur hätte wissen können, dass die Rechte einiger auf urbanshit gezeigten Plakate nicht bei urbanshit liegen. Bei der Auswahl der Plakate ging der Stern aus meiner Sicht willkürlich vor. Ist doch egal, Hauptsache die Klickrate stimmt. Schnell wird eine Bildergalerie als Artikel erstellt, um sich dann auf Kosten einiger Blogger durch eine Klickstrecke ein paar Werbe-Euro mehr in die Tasche zu stecken. Mit Bildern, an denen der Stern teilweise keinerlei Rechte besitzt. Sorry, das ist armselig. Und dann das Leistungsschutzrecht unterstützen und sich mit fremden Inhalten bereichern. Alles klar.

Blogger, Verhaltensweisen und Klickviecher

Mehr dazu vielleicht in Kürze. Ein Thema, zu dem ich erst etwas Abstand brauchte, um dann bald darüber schreiben zu können. Vermutungen und Vorschläge für den Artikel bitte in den Kommentaren hinterlassen. Danke.

Die Diktatur der Direktoren: warum eine Elterninitiative sehr anstrengend sein kann

Das friedliche Zusammenleben unter uns ist an einige Regeln gebunden, ohne die wir uns sonst das Pausenbrot stehlen würden. Ein Kind lernt diese Regeln sehr früh, manche davon sind aus Sicht von Erwachsenen sinnvoll, andere überflüssig. Bei Kindern funktioniert das Leben aus meiner Sicht leicht hingegen anders. Oft steht der eigene Vorteil im Mittelpunkt des Denkens. Die eigenen Wünsche und Sehnsüchte, die Begeisterung. Als Erwachsener kann man es dem Kind nun ermöglichen, dass es sich entfalten kann, oder man hemmt das Kind, indem man auch unnütze Regeln einführt, die meist nur eigene erwachsene Interessen verfolgen.

tl;dr

Große neugierige Kinderaugen

Große Kinderaugen: Floyd Celluloyd / CC BY-NC-ND 2.0

Regeln im Kindergarten

Während das Kinderhaus, in das Kind 1 und 2 gehen, früher ein Ort der Idylle und Zusammengehörigkeit war, entwickelt es sich nach und nach zu einem Hort der Diktatoren. Eine Elterninitiative beinhaltet zwar die Wörter Eltern und Initiative, aber an eine unternehmerische Führung eines Großunternehmens dachte dabei weniger. Herr Buddenbohm hat teilweise nicht unrecht, wenn er schreibt:

Wir haben die Kita der Söhne ja damals, und das ist kein Witz, auch danach ausgesucht, dass Eltern sich ausdrücklich nicht beteiligen müssen.

Auf der anderen Seite hat man bei einer Elterninitiative mehr Mitspracherecht. An Elternabenden und Mitgliederversammlungen werden alle wichtige Themen besprochen. Natürlich ist das Engagement der Eltern um einiges höher, wie auch Patricia zu berichten weiss:

Niemand malt sich aus welche Qualen man an Elternabenden erleiden muss und noch weniger ist einem gewahr, dass man für jedes Kind mindestens drei Mal im Jahr zum Bastelnachmittag gebeten wird.

Bei uns stehen diese Termine ebenfalls an. Zwa gibt es keine Bastelnachmittage, dafür bauen wir Flohmärkte auf und ab, backen Kuchen, sind auf einem Straßenfest zugegen, räumen das Kinderhaus jährlich einmal vor den Sommerferien komplett aus, um es anschliessend nach den Sommerferien wieder einzuräumen. In den ersten 3 Wochen der Sommerferien werden Ausflüge unternommen, an denen an jedem Tag unterschiedliche Eltern teilnehmen. Dann gibt es noch die Öffentlichkeitsarbeit, die wir zu erledigen haben, d.h. Flyer gestalten, die Webseite des Kinderhauses erstellen und mit aktuellem Inhalt pflegen und einiges mehr.

Die Diktatur der Direktoren

Alles machen wir wirklich gerne, wenn das Klima und der Umgang untereinander funktionieren. Letztendlich steht für mich der Spaß und die Gemeinschaft von Kind 1 und 2 im Mittelpunkt unseres Interesses. Bei Erwachsenen ist es nun mal so: mit manchen versteht man sich besser, mit anderen weniger. Doch als Erwachsener erwarte ich, dass man nicht hinter dem Rücken über andere tuschelt und bei einer direkten Begegnung freundlich ist. Entweder man spricht ein Problem direkt an, oder man ist ruhig. Da ist mir Frau “Diktatorin 1″, wie ich sie nenne, noch der liebste Mensch der Nörgler und Unterdrücker, die das Kinderhaus zu einem nicht mehr ganz so gemütlichen Ort machen. Wenn man diese Frau mit einem freundlichen “Guten Morgen” begrüßt, dann kommt einem nur ein übel klingendes “Morgen” entgegen und die Wege trennen sich wieder.

Die Welt von “Diktatorin 1″

So zeigte Kind 1 vor Kurzem dem Kind der “Diktatorin 1″ seine neue Fahrradleuchte. Eine LED-Leuchte zum Anstecken, die sich Kind 1 auf einem italienischen Markt von seinem Ersparten kaufte. Das andere Kind war hellauf begeistert und durfte damit etwas spielen. Als Kind 1 die Lampe wieder zurückverlangte, überhörte das Kind von “Diktatorin 1″ die Forderung. “Diktatorin 1″ kam umgehend angerannt und befahl: “Gebe die Lampe sofort wieder zurück und setze dich hier auf die Bank, bis ich dich in den Gruppenraum bringe. Und sei still.”

Bam, das Kind setzte sich auf die Bank und war ruhig. Zumindest wusste ich, dass die “Diktatorin 1″ nicht nur zu mir in einem so befehlenden Ton spricht, sondern anscheinend zu allen Menschen. Letztendlich befolgte sie auf ihre Art und Weise nur eine neue Regel des Kinderhauses, dass nämlich beim Bringen und Abholen der Kinder Ruhe zu herrschen hat. Eltern sollen sich nicht mehr unterhalten, sondern lediglich die Kinder bringen und wieder abholen. Für Kinder ist diese Regel natürlich besonders toll. Kommen, leise sein, in den Gruppenraum gehen und spielen. In solchen Momenten kommt mein letzter Funke “Freigeist” ans Tageslicht und äußert sich in einem absoluten Unverständnis, ob solcher Regeln.

Die Welt von “Diktatorin 2″

Der Kindergarten ist ein eingetragener Verein, den engagierte Eltern vor ich glaube 10 Jahren oder länger gegründet haben. Die Erzieher/innen werden von den Eltern bezahlt. Folglich sind alle Eltern Arbeitgeber. Inzwischen entpuppt sich auch eine der Erzieherinnen als “Diktatorin”. Um Verwechslungen zu vermeiden, nenne ich sie lieber “Diktatorin 2″. Im letzten Kinderhaus-Jahr gab es einige Unstimmigkeiten unter Eltern, Erzieherinnen, eigentlich unter allen. Auf allen Seiten war die Enttäuschung übereinander zu spüren. Verbündete fanden sich und so zogen zwei Parteien in den “Krieg der Macht”.

Martialische Worte, die aber in manchen Situationen den Nagel auf den Kopf trafen. “Diktatorin 2″ ist wirklich ein überaus toller Mensch. Doch im Umgang untereinander gibt es Reibungen. Sei es, dass über jemanden geschimpft wird, der sein “Freiwillig Soziales Jahr” im Kindergarten verbringt. Hallo, ist da noch jemand zu Hause? Bei der Bezeichnung steht nicht umsonst “freiwillig” dabei. Anstatt sich über eine freiwillige Unterstützung zu freuen, ärgert man sich, dass der junge Mann nicht ordentlich putzt. Klar, wenn ich den ganzen Tag nur zum Putzen abgestellt würde, würde mein Engagement auch gegen Null gehen.

Wenn einmal jährlich das Gruppenbild ansteht, so muss dieses immer am gleichen Ort gemacht werden. Weil es eben schon immer so war. Man lässt kaum mehr Neues oder zumindes Flexibilität zu, denn: wenn das Wetter dann an diesem Tag so trüb und düster ist, dass man kein schönes Bild machen kann, dann wird es trotzdem gemacht. Alle Kinder sind ja so schön angezogen. Oder auch nicht. Wie auch immer. Wenn man dann an diesem trüben Tag auch noch im Wald Fotos machen soll, in dem das Licht praktisch kaum vorhanden ist, dann würde ich mir doch etwas mehr Flexibilität wünschen. Insgesamt stecken wir in einer verfahrenen Situation fest und ich weiss noch nicht, wie wir das gelöst bekommen. Kind 1 kommt nächstes Jahr in die Schule und Kind 2 hat noch ein paar mehr Jahre im Kindergarten vor sich. Da sich die Kinder untereinander aber prima verstehen und beide Kinder dort ihre Freunde haben, ist es schwierig.

Wir müssen reden

Ob Elterninitiative oder nicht, wir müssen reden. An einer Mitgliederversammlung sagte ich mal sinngemäß: “Ich würde mir wünschen, dass wir wieder mehr miteinander, als übereinander reden. Das würde so vieles vereinfachen.” An einem Elternabend kurze Zeit später wiederholte jemand diesen Satz und betonte, dass wir uns daran halten könnten. Wenn Probleme auftauchen, einfach direkt miteinander sprechen. Die Situation momentan: wenn sich zwei Mütter/Väter am Parkplatz unterhalten, wird von anderer Seite davon ausgegangen, dass es wieder um die eigene Person geht. Ego, verdammtes Ego. Blankes Misstrauen, was keine gute Basis für ein gemeinsames Miteinander ist. Manche denken, dass ich gerade von der kleinen, heilen Welt träume. Vor kurzem aber hat diese Welt im Kindergarten tatsächlich existiert. Und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass wir da alle gemeinsam wieder hinkommen.

Und jetzt gehe ich mein Pausenbrot essen. Guten Appetit!

P.S. Natürlich haben wir teilweise auch selbst zu dieser Situation beigetragen. Alle Unstimmigkeiten wurden versucht, persönlich zu klären. Man kann übrigens auch zu einer Situation etwas beitragen, wenn man einfach nur zu lange schweigt und zusieht. Letztendlich schreibe ich das, weil mir sehr viel am Kindergarten unserer Kinder liegt.

Unglaublich, endlich mal jemand der Fakeblog bis ganz nach unten gescrollt hat. Daumen hoch. Willst du wieder nach oben?