Hörma: Damian „Jr. Gong“ Marley – Confrontation

Floyd Kommentieren Musik

Freitag. Musik. Ich brauche dringend etwas, das mir die Synapsen wieder verknüpft und gut voran geht. Damian Marley hatte ich bereits hier und hier im Blog. Dickes, martialisches Intro. Das brauche ich heute. Meine Lieblingszeilen:

Searching for the sign and the sign is us,
Searching for the truth all you find is us,
Searching for the troops still behind is us,

Damian Marley CC BY-SA 2.0 by mark yuen
Foto: mark yuen / CC BY-SA 2.0 / Bildausschitt angepasst

Könnten wir jetzt also bitte mal die Menschen näher zusammenbringen und eine echte Oppostion aufbauen? Nicht so eine handlungsunfähige politische Opposition, die wir bald haben werden? Wir sind die Opposition und wir können uns finden. Ach was, ich hatte vergessen, dass ich ja bereits resigniert habe. Entschuldigung für die Störung.

(Video Direktlink)

Ein paar Zeilen für den Reggae Liebhaber René

Und weil der René bereits 2007 schrieb, dass er Reggae schlimmer als Schlager findet, so weiss ich, dass er sich anscheinend nie wirklich mit Reggae auseinandergesetzt hat. So wie ich nicht mit Elektromucke. Gibt es da überhaupt Texte? Ebenso wie elektronische Musik gibt es auch im Reggae feine Unterschiede. Den einen REGGAE gibt es nicht. Das nennt sich dann vielleicht Roots Reggae, was René damals beschrieb. In Sachen Dope halte ich mal locker dagegen: was habt ihr euch denn damals alles reingeworfen, als ihr auf der Loverparade umhergesprungen seid? Das scheint schlimmer gewesen zu sein als Reggae, denn nicht wenige haben sich chemisches Zeug eingefahren, um bis zum nächsten Mittag um 12 zu immergleicher Musik durchtanzen zu können. Merkste was René, it´s a natural ting that. Alles auf rein pflanzlicher Basis und so. Und die Welt besteht aus Perspektiven, von denen wir als einzelne leider nicht alle beherbergen können.

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Drugcity Report – Kingston Jamaica 2013

Floyd Kommentieren Der letzte Fake, Musik

Während ich Texte für meinen Bildband schreibe, bin ich die letzten Wochen auch auf einige interessante Dokumentationen über Jamaika gestossen. Die Insel ist wirklich toll, aber es gibt einige Orte, an denen es nicht ganz so „irie“ zugeht, wie man es sich hierzulande wohl vorstellt. Mit der „easy“ Einstellung, die sehr viele Menschen von der kleinen Insel erwarten, hat das tägliche Leben in Jamaikas Hauptstadt Kingston oftmals wenig zu tun. Zumindest in manchen Bezirken.

Bildschirmfoto 2013-11-25 um 16.50.55

2005 hatte Jamaika die höchste Mordrate weltweit. 1674 Morde bedeuteten 58 Morde pro 100.000 Einwohner. Die Dokumentation „Drugcity Report – Kingston Jamaica 2013“ beleuchtet die Drogenkriminalität auf Jamaika, vor allem in Kingston. Natürlich darf man nicht allem Glauben schenken, was berichtet wird, aber Kingston ist definitiv kein gediegenes Pflaster zum chillen. Auf National Geographic habe ich ein paar Stichpunkte zu „Jamaica, Gangs, Guns & Ganja“ gefunden. Und darüber bin ich dann auf diese Dokumentation gestossen:

(Video Direktlink)

Eine Bewertung des Videos und der Aussagen überlasse ich euch. Zieht euch raus, was ihr davon gebrauchen könnt und was nicht. Recherchiert weiter, denn so eine Doku ist lediglich ein Anhaltspunkt mit vielen Schlüssen, zeigt aber längst nicht die Komplexität.

Wie Musharaf Asghar mit Hilfe von Musik das Stottern besiegt

Floyd Kommentieren Menschenskinder, Musik, So schön

Erinnert ihr euch noch an eure Schulzeit? Rückblickend stelle ich fest, dass es immer Außenseiter gegeben hat. Wie armselig war das damals? Aus Selbstschutz hat man vielleicht einfach mitgemacht, nur um nicht selbst als Außenseiter abgestempelt zu werden. Ich nehme mich da ausdrücklich nicht aus. Auch ich habe in einem gewissen Alter manchmal Witze über Mitschüler_innen gemacht. Heute ist mir das total peinlich, aber ich glaube, dass jeder von uns solche Situationen kennt.

Musharaf Asghar

Education Yorkshire ist eine 8-teilige britische Dokumentation, die das tägliche Leben von Schüler_innen und Lehrer der Thornhill Community Academy in Dewsbury, West Yorkshire, begleitet. Zitat Wikipedia:

The school had had a bad reputation and was among the 6% of the worst performing schools in England, with a 2007 Ofsted report describing it as „below average“. Mitchell became headmaster in September 2011 and in 2012 it became the most improved school in the Yorkshire area and reached the top 6% of schools nationally.

Warum die Schule so einen rasanten Qualitätsanstieg erreichte liegt wohl an dem Umstand, dass die Beschäftigten der Schule erkannt haben, wie Schule auch funktionieren kann. Außenseiter wurden nicht per se als Außenseiter geboren. Viel wichtiger ist, dass sich Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam und ernsthaft umeinander bemühen und sich Hilfestellungen geben. Das beste Beispiel hierfür ist Musharaf Asghar, der Probleme mit dem Sprechen hatte. Sein Stottern hinderte ihn daran so zu sein, wie es die Allgemeinheit als „normal“ erachtet. Musharaf schreibt dazu:

It has meant that at various points in junior school and during year 7 at Thornhill I got bullied, but as soon as the school found out they really hammered down and made sure the bullying stopped there and then. After that my school life was amazing and I can’t think of anywhere I would rather have gone to school.

Das Mobbing hörte auf, doch nicht nur das. Lehrer und Eltern kümmerten sich um Musharaf, vor allem aber sein Lehrer, Herr Burton. Um für die mündliche Abschlußprüfung gerüstet zu sein, übte Herr Burton mit Musharaf das flüssige Reden. Mit Hilfe von Kopfhörern und Musik gelang letztendlich der Durchbruch. Musharaf hielt sogar eine Rede vor der Abschlußklasse. Ein Kind, das seit seinem 5. Lebensjahr stottert, steht vor ungefähr 200 Menschen (die Kameras nicht zu vergessen) und hält eine Rede. Eine ganz großartige Geschichte.


(Video Direktlink)

Was uns bleibt, ist uns gegenseitig zu stärken und uns zu unterstützen.

Das passiert, wenn man einen Musikproduzenten nicht bezahlt

Floyd Kommentieren Musik

Dan Atkinson (Hinweis: Facebook Link) ist Produzent und wurde von der Band „Altitudes“ für seine Arbeit nicht entlohnt. Tja, da steckt man nun seine ganze Arbeit rein und sieht keinen Dollar. Dan macht kurzen Prozess und die Beschreibung beim Video verrät:

Ever wonder what happens to bands videos or music when they decide they don’t want to pay the engineer for his time he spent? Well hopefully this video answers that questions.

Alexander Ruiz (Hinweis: Facebook Link), Sänger der Band Altitudes, hinterliess beim entsprechenden Facebook Eintrag einen Kommentar:

Basically we just weren’t financially stable at the time but we WERE planning on paying him back.

Und jetzt gibt es keine Hardcore Version des Liedes, wie es ursprünglich geplant war, sondern eine Euro Dance Edition. Dan hat eben einfach mal die Stimme des Sängers über Euro Dance Music gelegt. Meine Nackenhaare haben sich nicht aufgestellt, nein, sie sind ausgefallen.


(Video Directdance)

Warum mir das Vorgehen nicht so gut gefällt

Wenn man kurz mal ein wenig weiter recherchiert findet man heraus, dass Alexander Ruiz anscheinend ein Nachbar von Dan Atkinson ist. Auf der Facebook Seite von Dan gibt es unzählige Einträge über die Band „Altitude“ und Alexander Ruiz. Ein Beitrag zeigt ein Vimeo Video, das von Dan mit diesen Zeilen beschrieben wird:

This is clip of a song I wrote. I don’t have a very aggressive voice, but my neighbor Alex does so he hooked me up. I will be recording a couple songs for his band Altitudes very soon.


(Video Direkthardcore)

Der erste Beitrag (Hinweis: Facebook Link) von Dan zu Alexander Ruiz stammt aus dem Mai 2013, man scheint sich also schon ein wenig länger zu kennen. Alexander singt also Dans Texte? Das scheint eine positive Situation für alle zu sein. Klar finde ich „Nicht Bezahlen“ nicht akzeptabel, aber es gibt Momente, in denen man nicht flüssig ist. Die kenne ich sehr gut. Dann muss man sich eben unterhalten und einigen. Jetzt weiss ich natürlich nicht, wie viel Zeit zwischen der Aufnahme der Tonspur und dem Euro Dance Mix vergangen ist, aber dennoch finde ich das Verhalten so „na ja“.

Der Song ist aber grottig spitze.

(via Laughing Squid)

(2) Du merkst, dass die Welt kaputt ist, wenn…

Floyd 1 Kommentar Musik

… die Tagesschau 5 Minuten über den neuen Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel berichtet und dem verstorbenen Lou Reed ganze 15 Sekunden widmet. Der René hat eigentlich bereits alles zum Tod von Lou Reed geschrieben. Mich macht das so traurig, dass dieser großartige Mensch und Musiker von uns gegangen ist, da er meine Jugend mitgeprägt hat.

R.I.P. Lou Reed
Foto: Michael / CC BY 2.0

„Walk on the wild side“ könnt ihr ja selbst in der Suchmaschine eurer Wahl suchen, da habe ich gerade überhaupt keinen Nerv zu. Gestern hörte ich mir spontan „Who am I“ aus dem Album „The Raven“ an und ich denke, das passt zu dieser traurigen Nachricht:

I know I like to dream a lot
And think of other worlds that are not
I hate that I need air to breathe
I’d like to leave this body – and be free

Hoffentlich bist du jetzt frei.


(Video Direktfrage)

(Video Direktday)


(Video Direktsatellite)