Schlagwort-Analyse zur Berichterstattung der Hogesa Demonstration in Köln

Floyd 2 Kommentare Der letzte Fake, WWW

Nachdem gestern in Köln eine krasse, menschenverachtende Demonstration lief, habe ich gerade kurz im Querschnitt ein paar Artikel von Zeitungen auf einige Schlagworte hin untersucht. Das ist natürlich nicht repräsentativ, da ich nur 11 Artikel untersuchte. In Summe aber vielleicht ein ganz guter Anhaltspunkt und ich wette: Auch bei 50 analysierten Artikeln sieht das Ergebnis ähnlich aus. Polizei, Hooligans, Salafisten, Köln, Gewalt, Wasserwerfer, Nazis, Rechtsextrem,…

Der krasse Unterschied: wie oft wurde das Wort „Hooligan“ im Vergleich zum Wort „Nazi“ (inkl. Neonazi) in der Berichterstattung verwendet. Ich habe meine Meinung dazu ja, und die sieht ganz anders aus, als die Berichterstattung. Leider.

Ausschreitungen bei Demonstration Rechtsextremer in Köln
Schlagwort-Analyse der Berichterstattung unterschiedlicher Quellen (siehe unten)

Häufigkeit der Schlagworte

Polizei: 156 (inklusive 40 Ergebnisse für das Wort „Polizisten“)
Hooligans: 131
Salafisten: 73
Köln: 63
Gewalt: 43
Wasserwerfer: 28
Nazis: 26 (inklusive Wort „Neonazi“)
Rechtsextrem: 26
Hogesa: 23
Fußball: 17
Ausländer: 4

Quellen der analysierten Artikel:
FAZ, N-TV, SPON, Süddeutsche Zeitung, Focus, Welt, SPON, Der Westen, Tagesspiegel, Bild, Kölnische Rundschau.

Europawahl 2014: Heil Karneval

Floyd 1 Kommentar Polit(r)i(c)k

Daniel hat beim sich auskotzenden Einhorn ein paar Links zur Europawahl 2014 zusammengetragen. Unter anderem geht es da um einen Tweet, der die Rechtstendenz bei der Europawahl aufgreift:

Johnny Buchardt am Kölner Karneval 1973

Karneval passt ja eigentlich ganz gut als Thema. Denn bereits 1973 hatte Johnny Buchardt das Publikum mit Freudenrufen wie „Ziecke zacke zicke zacke hoi hoi hoi“ oder „hipp hipp hurra“ so in Fahrt gebracht, dass es auf sein plötzliches „Sieg“ nur noch mit „Heil“ antwortete. Krasse Nummer.

Hier kann man sich noch das ganze Video ansehen, was aber nur halb witzig ist, da ich kein Karneval Anhänger bin.

Vielleicht kann dieser Test in der Karnevalsaison 2015 noch mal getestet werden? Ich würde fast davon ausgehen, dass wieder alle mit dem gleichen Spruch antworten würden. Automatisiert. Wie vor 40 Jahren. Wie vor 70 Jahren. Boah, ey.

Auf der anderen Seite (5): Andere Nationalitäten, andere Namen, andere Spezialitäten

Floyd Kommentieren Der letzte Fake

Karauski ist aus dem Sommerloch zurück und hat sich kein Stück verändert. Immer noch als Verwaltungsangestellter in Mückenloch tätig überlegt er gerade einer Partei beizutreten. Ja, er will verändern und plant eine große Parteikarriere. Karauski ist das Vorzeigemodell der Generation „Ich bin kein Rassist, aber…“ Mir schwant, in welche Situation mich Karauski diesmal manövrieren wird. Das gefällt mir nicht. Gar nicht. Aber gegen Karauski habe ich keine Chance. Auch mein Argument, dass ich in einem Stadtviertel Stuttgarts mit 28.000 Einwohnern aus 110 Nationen wohne hält ihn nicht von seinem Plan ab.

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