Rappen um Praktikanten: Edeka vs BMW Rap

Floyd 9 Kommentare Der letzte Fake

Hand aufs Herz: Praktikanten hören nur Rap. Ehrlich. Selten wurden Praktikanten so umgarnt wie jetzt. Letztes Jahr rappte BMW um Praktikanten, jetzt rappt Edeka. Wer Praktikanten sucht weiss nun wie man die Zielgruppe bestens erreicht. Nur, welcher beider Spots ist besser? Ich finde beide gleich beschränkt, aber na ja, dann lass mal rollen: run it, selector!


(via)

P.S. Manchmal wünschte ich mir, dass die Bewerbungen alle als Rap gesendet würden. Dies würde die Stimmung in der Entscheidungsetage mächtig steigern. Und ja, Edeka Reichelt aus Berlin hatte früher bereits den Wurst-Rap. Leute, ich werde bekloppt.

9 Meinungen zu “Rappen um Praktikanten: Edeka vs BMW Rap

  1. Aaalter!!
    Das ist ja Fremdschämen galore! Wenn Schreibtischentscheider um’s Jungvolk buhlen, wird’s meist äusserst schmerzhaft.
    (ich leg mich dann besser noch mal ’n halbes Stündchen hin…)
    Aber, hey, als bekennender Carnivor fänd‘ ich einen guten Song über Fleisch (natürlich von Glücklichen Getier) längst überfällig. Aber bitte kein Rap!

  2. Die Idee Wurst Rap kommt nicht aus der Marketing Abteilung von edeka reichelt.

    und wenn Mann alles zu ernst nimmt dann ensteht so ein Beitrag

    1. Lieber Achja, bleibt mir nur ein großes Achja zu sagen. Ich glaube ich nehme die Welt sicher lustiger wahr. Denn nichts anderes ist das Edeka Video. Das BMW Video auch nicht. Das Wurst Video auch nicht. Ich wusste auch gar nicht, dass Edeka Reichelt eine eigene Marketingabteilung hat;)

      Dass die Videos nur noch Panne sind kannst du doch wohl nicht abstreiten, oder? Wenn du in bestimmten Foren recherchierst liest du von Praktikanten, dass sie den ganzen Tag nur Kisten schleppen, einräumen, Kisten schleppen und wieder einräumen. Das wird nicht besser, wenn man um diesen Umstand herum einen Rap kreiert. Wobei ich mit dem Musikgenre alleine schon vorsichtig wäre. Bei BMW kann man zumindest noch sagen, dass die Reime einigermassen sinnstiftend sind. Beim Edeka Spot ist das lediglich plump und hat mit Rap fast nichts mehr gemein. Klar, die „Zielgruppe“ scheint glasklar eine andere zu sein. Ein Praktikant bei Edeka ist eben nicht gleich einem Praktikant bei BMW.

      Sorry, dass ich auf dich so unbespasst wirke, aber ich kann tatsächlich über sehr sehr viele Dinge im Leben lachen. Das Edeka Video gehört leider nicht dazu.

      P.S. Mich würden auch mal die Reaktionen der „Zielgruppe“ interessieren. Bestimmt rennen die Edeka jetzt die Bude ein. Ja, ich weiss, dass es anscheinend ein Projekt der Auszubildenden von Edeka war. Aber hey, das war es bei BMW auch, bei Edeka Reichelt auch. Klar.

  3. Da weiß man echt nicht, ob man lachen oder weinen soll. Ich hab erst noch gehofft, dass das EDEKA-Ding eine Parodie auf den BMW-Rap ist. Also wenn man bei uns auf dem Portal guckt, ist BMW auf jeden Fall belieber als Edeka. Für den Lebensmittelhändler gibts nämlich nur eine Bewertung, für BMW gleich 65: http://www.meinpraktikum.de/praktikum/bmw

    Vielleicht hat der Rap ja doch was gebracht ;)

  4. Ich seh da pro und contra.

    Pro:
    Viele junge Menschen brauchen jetzt ganz konkret einen Job, Erfolgserlebnisse, festen Boden unter den Füßen, Geld, eine Aufgabe. Ich hab zu viele gesehen die vor lauter Langeweile ihr Leben mit Drogen verpfuscht haben.

    Ein Praktikum ist ein guter Test, um zu erkennen ob einem ein Beruf liegt. Es ist toll dass es Arbeitgeber gibt, die vielen jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild zu machen. Das gibt Lebenserfahrung. Stärkt das Selbstvertrauen.
    Dabei zahlt manch ein Unternehmer ordentlich drauf, wenn Praktikanten alles erklärt bekommen, Mitarbeiter aufhalten, sich dann im Job langweilen und nach ein paar Wochen verschwinden.

    Da haben Werbeagenturen mal wieder ne hübsche viral Idee gehabt und bestimmt auch Spass bei der Arbeit.

    Contra:
    Herrlich unkritisch wie hier eine neue Generation von Konsumenten heran gezüchtet wird. Alle immer schön fleißig bleiben. Das wir kurz vor dem Ende der Industrialisierung stehen, weil bald kaum noch etwas in Handarbeit gefertigt werden muss, wird völlig ausgeblendet.
    Gerade im Einzelhandel nimmt kaum jemand Rücksicht auf die Ideen von Mitarbeitern. Alles wird zentral gesteuert und entschieden. Den letzten Rest Selbstbestimmung nimmt dann der Chef für sich in Anspruch.

    Werbeagenturen und andere Unternehmen die sich so fröhlich geben, bezahlen oft ihre Praktikanten richtig Scheiße bis gar nicht, saugen die Ideen aus und das fröhliche hire und fire geht mir echt ab. Festangestellte? Unbefristete Arbeitsverträge? Pustekuchen. Das ist ja das schöne an Praktikanten. Wenn eine Kleinigkeit stört, können sie gleich ihre Sachen packen und verschwinden. Das Jahrespraktikum ist da quasi die Krönung.

    Meine Dystopie:
    Es entsteht der Eindruck: Mehr Praktikanten braucht die Nation.
    Da frag ich mich, genügen die befristeten Arbeitsverträge, Leiharbeiter und Zeitarbeiter nicht? Wie bei der Schauspielerei, bei Gesang und Unterhaltung – es wird nicht mehr ausgebildet – keiner hat mehr Zeit sich um Nachwuchs zu kümmern. Es werden nur noch „Talente“ gesucht (Casting), die sich möglichst schnell und unkompliziert zu Geld machen lassen.

    Es dauert nicht mehr lang, dann wird jemand die selbst-nachfüllenden Regale erfinden.
    Vermutlich werden Roboter diesen Job übernehmen. Falls dies überhaupt noch notwendig ist, weil bald alles direkt bei Amazon bestellt werden kann. Der Postbote fährt ohnehin jeden Tag hier vorbei. Dann kann er mir neben der Zeitung, Post und Pakete doch auch Milch und Gemüse frisch anliefern.

    Meine Utopie:
    Gut bezahlte Jobs, wenig Arbeitsstunden und immer mit dem Blick auf Ressourcenschonung und freundliches Miteinander. Unternehmen die Umwelt und Mitarbeiter als erste Priorität setzen, dann die Kundenzufriedenheit und sich nicht auf Gewinn sondern auf Qualität konzentrieren. Unternehmen die gegen die Ausbeutung arbeiten und den gesamten Produktionsweg in ihrer Verantwortung sehen.

    Mit ausführlichen Grüßen,
    yt

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