Entschieden: Bundesbehörden unterliegen nicht mehr den Landespressegesetzen
Der Westen berichtete gestern darüber, dass Innenminister Friedrich die Pressefreiheit einschränken möchte. Ihr wisst schon, dieser Innenminister, in dessen Ministerium nur 9MB Mailboxen existieren. So langsam wird mir das alles echt ein bisschen zu durchschaubar in diesem Land. H eute hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden: stimmt, der liebe Herr Friedrich hat Recht, für Bundesbehörden gelten die Landespressegesetze nicht mehr. Mich wundert gar nichts mehr, denn der Westen hat diese erhellende Passage im Text:
Das BMI stützt sich in seiner Argumentation auf einen Aufsatz aus dem Jahr 2006. Geschrieben hat diesen Aufsatz der Jurist Jan Hecker, damals Beamter im Bundesinnenministerium und zeitweise auch für das Bundesamt für Verfassungsschutz zuständig. Seit 2011 ist Hecker Richter am Bundesverwaltungsgericht. Morgen ist er einer der Richter, die über die Klage entscheiden.
P.S. Warum diese Abwehr des Bundesministeriums des Innern? Ach ja, ein Bild-Redakteur gefragt hatte, wie viele ehemalige Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes eine Nazi-Vergangenheit hatten. Und jetzt ihr.
Stuttgarter Zeitung behauptet: Widerstand gegen Stuttgart 21 bröckelt
Diesmal darf ich die Berichterstattung der Stuttgarter Zeitung hervorheben, als Beispiel für: “Was interessiert uns, was wir vor 3 Wochen geschrieben haben!”
Bericht zur 99. Montagsdemo am 14.11.2011
- 2 Wochen vor der Volksabstimmung
- Überschrift: 1600 demonstrieren gegen Stuttgart 21
- Teilnehmerzahl: 1600
Bericht zur 102. Montagsdemo am 05.12.2011
- 1 Woche nach der Volksabstimmung
- Überschrift: Widerstand gegen Stuttgart 21 bröckelt
- Teilnehmerzahl: 1600
Eine Woche nach der Volksabstimmung bröckelt der Widerstand gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. Zur 102. Montagsdemonstration kamen laut Polizei am Abend etwa 1600 Menschen. Zuletzt waren es immer mehrere Tausend Demonstranten gewesen.
Aus der Nachrichtenagentur: die unanständige Methode eines dpa Journalisten
Momentan streiken die Journalisten. Auch die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten werden bestreikt. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass immer mehr Artikel in den Zeitungen aus Meldungen der Nachrichtenagenturen bestehen. Wie Teile der dort beschäftigten “Journalisten” arbeiten wusste ich nicht, bis ich es eines Tages selbst durchleben durfte. Die Geschichte liegt 10 Jahre zurück.
Der Fall Nico Rosberg – ein Lehrstück über Journalismus
Gestern hat Alvar einen sehr interessanten Tweet abgesetzt, den ich nicht untergehen lassen möchte. Sicherlich dürfte jedem Menschen bewusst sein, wie manipulativ Medien arbeiten können. Der “Nico Rosberg Fall” zeigt das sehr deutlich. Schön auch, dass der Originalartikel beim Tagesanzeiger nicht mehr vorhanden ist. (siehe zweiter Link im Tweet von Alvar “Ergebnis”). Stattdessen gibt es nun eine Stellungnahme des Tagesanzeigers dazu. Yep, Presse ist kein Zuckerschlecken. Drum prüfe, wer da ewig schreibet.
Lehrstück über Journalismus und wie Interviews ablaufen, Wortlaut: bit.ly/iCZxrQ Ergebnis: bit.ly/jSzSH6
— Alvar Freude (@alvar_f) 28. Juni 2011
Selbstredend gibt es die diversesten Blätter, wie z.B. das Hamburger Abendblatt, das genau auf diesen falschen Informationszug aufspringt. Schande.





