Fakeblog | …begeht Rechtschreibfehler
Deine Wahl fiel auf So schön - Na denn, viel Glück...

Jamaikanische Bob Hymne für Sotchi 2014

Die letzten Tage wurden die olympischen Medaillen im Bobfahren verteilt. Ihr erinnert euch noch an Cool Runnings? Auch dieses Jahr wollten die Jamaikaner dabei sein und waren es auch. Dank einer Crowdfunding Aktion konnte die Reise für Winston Watts und Marvin Dixon, den Fahrern des Zweierbobs, finanziert werden. Noch dazu war Jamaika die einzige Nation, die einen eigenen Song in Kombination mit einem 8-bit style ins Netz stellte. Nicht zu verachten, wie sie im Video den russischen Bob überholen. Grandios.


(Video Direktlink)

Ob letzter oder nicht, jamaikanische Bobs erhöhen auf jeden Fall den Unterhaltungsfaktor und tragen zu guter Stimmung bei.

Das Ars Electronica Lab wurde in einen bespielbaren Rubik´s Cube verwandelt

Der spanische Designer Javier Lloret hat das Ars Electronica Future Lab in Österreich in einen riesigen spielbaren Rubik´s Cube verwandelt:

Puzzle Facade brings the experience of solving a Rubik’s cube to the urban space. It transforms the Ars Electronica’s media facade, into a giant Rubik’s cube, inviting passers-by to engage with an interactive experience that takes place in the city of Linz (Austria).

In Puzzle Facade the player interacts with the specially designed interface-cube. The interface-cube holds electronic components inside that allow for it keep track of its orientation and the rotations of each side of the cube. This data is sent over Bluetooth to a computer that runs the Puzzle Facade designed software. This software changes the lights and color of the large-scale Ars Electronica’s media facade in correlation to the handheld interface-cube.

Due to the nature of this building and its surroundings, the player is only able to see two sides at the same time. This factor increases the difficulty of solving the puzzle, but as the player is able to rotate and flip the interface-cube, it is not a blocking factor.

Video Direktlink

Bild und Video von Javier Lloret.

Ich wollte das ja mal mit Tetris für die neue Bibliothek in Stuttgart machen, aber die hätten das Geld dafür bestimmt nicht locker gemacht. Mir gefällt der Gedanke eine Stadt nachts in eine bespielbare Fläche zu verwandeln. Stuttgart am Tag, langweilig und grau. Stuttgart in der Nacht voller Freude und bunten Lichtern. Ey Stuttgart, lasst uns mal was machen.

(via Laughing Squid)

Lieferung in 30 Minuten: Amazon Prime Air vs Waterstones O.W.L.S.

Vor kurzem machte Amazon Prime Air die Runde. Der Versandhändler möchte Pakete via Dronen zustellen. Waterstones greift die Idee auf und kündigt nun das eigene System O.W.L.S. an, das ebenfalls eine Zustellung innerhalb von 30 Minuten gewährleistet. Harry Potter wäre sicherlich stolz auf Waterstones ;)

Bildschirmfoto 2013-12-06 um 10.08.50


(Video Direktlink – via 22 words)

Gravitation mit Tuch und Murmeln erklären

Dan Burns erklärt Lehrern Gravitation auf eine sehr anschauliche Art und Weise, die ich mir während meiner Schulzeit gewünscht hätte. Wir haben Gravitation nur mit Formeln berechnet und diese stupide auswendig gelernt. Davon ist heute natürlich nichts mehr in meinem Kopf. Die Schüler dieser Lehrer werden aber in den Genuss einer anschaulichen Erklärung kommen. Hoffe ich.

Gravity Map of the Moon

Foto: NASA Goddard Photo and Video / CC BY 2.0 / Ausschnitt angepasst


(Video Direktlink – via reddit)

Jamaika: Patois mit Kinderbüchern lernen

Anfangs hatte ich wirklich meine Probleme die Jamaikaner zu verstehen, die ich fotografierte. Mit der Zeit und mit jeder weiteren Unterhaltung habe ich die Sprache wirklich zu schätzen gelernt. Vor allem die Feinheiten innerhalb der Sprache. Man hält sich oft an den Klang des Wortes und verändert dessen Aussage ins Positive. Statt “understand”, was als eine Form der Unterdrückung wahrgenommen wird, sagt man dann eben “overstand”. Wer einen Einblick in die Sprache gewinnen möchte, kann sich dieses Video ansehen, in dem ein Kinderbuch in Patois vorgelesen wird.


(Video Direktlink)


(Video Direktlink)

Weitere Kinderbücher und Tipps rund um Patois gibt es im YouTube Kanal von Jamaica.

Lampedusa ist nicht vergessen: Plakatkampagne “Wir sind Lampedusa”

Um die Lampedusa Flüchtlinge ist es sehr still geworden. Warum eigentlich? Klar, es gibt keine spektakulären Bilder mehr, die man der breiten Masse vors Gesicht zimmern kann. Ein sinkender Kutter und Tote, das interessiert einen Großteil der Menschen. Ein paar tausend Demonstranten, die sich in der Kälte ihre Popos abfrieren, das darf man dem gelenkten Volk nicht so deutlich zeigen.

Und Weihnachten wird sowieso nicht demonstriert. Da sollen Bürger nicht belästigt werden. Man wird ja wohl noch mal in Ruhe Weihnachtsgeschenke shoppen dürfen, ohne das Gefühl zu haben, dass es bei anderen Menschen um die Existenz geht. Die Thematik passt nicht zu Glühwein und geschmückten Schaufenstern. Was wäre, wenn sich der Weihnachtsmann mit den Flüchtlingen solidarisiert? Würde Weihnachten ausfallen?

Was möchte ich überhaupt? Mein Wunsch ist es, dass Flüchtlinge in Deutschland willkommen sind. Dass an Gesetzen gearbeitet wird, die es Flüchtlingen ermöglichen, schnell in einer für sie fremden Kultur Fuß zu fassen. Ich möchte, dass man zuerst das Positive in anderen Menschen sieht und sich ernsthaft mit der Flüchtlingsthematik auseinandersetzt. Mir ist bewusst, dass man nicht die Bevölkerung kompletter Länder aufnehmen kann, aber darum geht es auch nicht, auch wenn uns das die Politik manchmal Glauben machen mag. Vielmehr geht es um einen humanen Umgang, um Menschlichkeit, um kurz gesagt: Empathie.

Wir sind Lampedusa Plakat Bela B

Bela B – Mit freundlicher Genehmigung von Lampedusa Hamburg

Hoffnungsschimmer Hamburg

Hamburg ist da für mich so etwas wie der Hoffnungsschimmer. Seit Monaten engagieren sich Bürger vor Ort, um eine Lösung für die politischen Flüchtlinge zu erreichen. Um den Druck aufrecht zu erhalten, gibt es ab sofort “Wir sind Lampedusa” Plakate, die man sich hier kostenlos zur Verbreitung bestellen kann.

Wir sind Lampedusa - Fatih Akin

Fatih Akin – Mit freundlicher Genehmigung von Lampedusa Hamburg

Wir sind Lampedusa Plakat Jan Delay

Jan Delay – Mit freundlicher Genehmigung von Lampedusa Hamburg

Solidarität beginnt vor der eigenen Haustür im eigenen Umfeld

Mit den Plakaten kann man die eigene Stadt verschönern, die eigene Umgebung. Auf den Plakaten sind mehr oder weniger bekannte Personen der Öffentlichkeit, die sich mit den Flüchtlingen solidarisch zeigen. Auf der Webseite steht:

WIR SIND LAMPEDUSA
Noch immer gibt es keine Lösung für die Flüchtliche auf St. Pauli!
Es ist an uns, den Druck auf die Politik weiter aufrecht zu erhalten, um das zu ändern. Das geht nur über die Öffentlichkeit. Auch Du kannst uns helfen, soviele Menschen wie möglich zu erreichen und zu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden.

Weiterführende Links

Lampedusa in Hamburg
St. Pauli Kirche

(via urbanshit)

Kind 1 weiss genau, was ich beruflich mache

Vor kurzem entdeckte Kind 1 einen Zettel mit wildem Inhalt. Der Zettel diente mir als Erinnerung für einen Teil eines Konzepts, an dem ich arbeitete.

konzeption scribble

Abends kommt Kind 1 auf mich zu:

Kind 1: Für was brauchst du diesen Zettel?

Ich: Das ist für ein Projekt, an dem ich gerade arbeite. Das sind ein paar gemalte Anhaltspunkte, wie ich etwas herleiten möchte, damit es verständlich ist.

Kind 1: Und wozu brauchst du da 2 Fische? (siehe Punkt 1 Foto)

Ich: Das sind keine Fische sondern 2 Sprechblasen.

Kind 1: Also willst du Luftschlangen machen. (siehe Punkt 2 Foto)

Ich: Genau.

Vielleichte sollte ich meine Arbeitsweise doch noch mal überdenken.

Wie Musharaf Asghar mit Hilfe von Musik das Stottern besiegt

Erinnert ihr euch noch an eure Schulzeit? Rückblickend stelle ich fest, dass es immer Außenseiter gegeben hat. Wie armselig war das damals? Aus Selbstschutz hat man vielleicht einfach mitgemacht, nur um nicht selbst als Außenseiter abgestempelt zu werden. Ich nehme mich da ausdrücklich nicht aus. Auch ich habe in einem gewissen Alter manchmal Witze über Mitschüler_innen gemacht. Heute ist mir das total peinlich, aber ich glaube, dass jeder von uns solche Situationen kennt.

Musharaf Asghar

Education Yorkshire ist eine 8-teilige britische Dokumentation, die das tägliche Leben von Schüler_innen und Lehrer der Thornhill Community Academy in Dewsbury, West Yorkshire, begleitet. Zitat Wikipedia:

The school had had a bad reputation and was among the 6% of the worst performing schools in England, with a 2007 Ofsted report describing it as “below average”. Mitchell became headmaster in September 2011 and in 2012 it became the most improved school in the Yorkshire area and reached the top 6% of schools nationally.

Warum die Schule so einen rasanten Qualitätsanstieg erreichte liegt wohl an dem Umstand, dass die Beschäftigten der Schule erkannt haben, wie Schule auch funktionieren kann. Außenseiter wurden nicht per se als Außenseiter geboren. Viel wichtiger ist, dass sich Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam und ernsthaft umeinander bemühen und sich Hilfestellungen geben. Das beste Beispiel hierfür ist Musharaf Asghar, der Probleme mit dem Sprechen hatte. Sein Stottern hinderte ihn daran so zu sein, wie es die Allgemeinheit als “normal” erachtet. Musharaf schreibt dazu:

It has meant that at various points in junior school and during year 7 at Thornhill I got bullied, but as soon as the school found out they really hammered down and made sure the bullying stopped there and then. After that my school life was amazing and I can’t think of anywhere I would rather have gone to school.

Das Mobbing hörte auf, doch nicht nur das. Lehrer und Eltern kümmerten sich um Musharaf, vor allem aber sein Lehrer, Herr Burton. Um für die mündliche Abschlußprüfung gerüstet zu sein, übte Herr Burton mit Musharaf das flüssige Reden. Mit Hilfe von Kopfhörern und Musik gelang letztendlich der Durchbruch. Musharaf hielt sogar eine Rede vor der Abschlußklasse. Ein Kind, das seit seinem 5. Lebensjahr stottert, steht vor ungefähr 200 Menschen (die Kameras nicht zu vergessen) und hält eine Rede. Eine ganz großartige Geschichte.


(Video Direktlink)

Was uns bleibt, ist uns gegenseitig zu stärken und uns zu unterstützen.

Pink Helmet Posse – Skateboard Gang bestehend aus 6-jährigen Mädchen

Ich klebe mir das hier in den Blog, weil ich gerade mit Kind 1 und Kind 2 öfter Skateboard fahre. Anfang September suchte ich noch 2 Skateboards, die mir jetzt zwei nette Arbeitskollegen ausgeliehen haben. Danke dafür. Während Kind 1 die ersten Versuche in der Halfpipe vollbringt und dabei wirklich schon ganz anständig auf dem Brett steht, setzt sich Kind 2 meist noch auf das Brett und schiebt mit den Händen an.

PinkHelmetPosse

Meine Erfahrung bisher: völlig egal ob da Mädchen oder Jungen auf einem Skateboard stehen. Manche haben eine offensichtliche Begabung, manche haben ihre Talente eher in anderen Bereichen. Also alles im Lot. Schön daran ist, dass ich jetzt auch wieder öfter auf dem Brett stehe. Zwar merke ich, dass die Risikobereitschaft abgenommen hat, Kind 1 und 2 das aber locker auffangen, indem sie verrückte Dinge mit den Brettern probieren.

“Papa, wie geht der Trick?” “Papa, zeig mir noch mal einen Ollie!” “Papa, kannst du auf der Halfpipe bis ganz oben fahren?” Ganz ehrlich, ich fahre nicht annähernd so gut, wie diese 6-jährigen Mädels. Und früher, da hat es mich beim rückwärts fahren regelmässig geschmissen.

So locker wie die Mädels den Pool fahren, wow. Das wichtigste ist der Spaß am Fahren. Das war schon immer so und das wird auch so bleiben.

(via drlima)

Unglaublich, endlich mal jemand der Fakeblog bis ganz nach unten gescrollt hat. Daumen hoch. Willst du wieder nach oben?