Fakeblog | …begeht Rechtschreibfehler
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Online shoppen im real life – Stuttgarter Buchhandlung Wittwer Vorreiter

Vor nicht allzu langer Zeit wurde uns “Augmented reality” als der neue heiße Scheiß verkauft. Leute, das ist von vorgestern. In Stuttgart kramt jetzt eine Buchhandlung alte Pläne aus dem Regal und verbindet den Online-Einkauf mit dem Laden vor Ort. Die Lösung ist so einfach wie einfach: Klebe den Header deiner Webseite über deine Buchhandlung und verteile am Eingang Maushände. Sieht sehr witzig aus, wenn Menschen vor dem Laden mit der Maushand versuchen den “Suchen”-Button zu erreichen. Weiter so. Das ist die Zukunft. Und das ist kein Scheiß. Ich wiederhole: kein Scheiß. Für diese Vision gibt es einen exklusiven Link zum Wittwer Shop.

Buchhandlung Wittwer in Stuttgart verbindet Online-Shopping und realem Ladengeschäfte

Buchhandlung Wittwer: Gelungene Verbindung von Online-Shopping und realem Ladengeschäft

Buchhandlung Wittwer in Stuttgart verbindet Online-Shopping und realem Ladengeschäft

Detailansicht des Ladenheaders

Gerade gesehen: kessel.tv war wohl einen oder zwei Tage früher an gleicher Stelle. Da hatte der Laden sogar noch echte Sidebars mit total wichtigen Infos. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass mein Telefon eben nicht oder zu responsive ist. Auf jeden Fall sind irgendwelche Inhalte weg. Das ist doch dann responsive, oder? Oder?

Neuland: Räuber rennen gegen Glastür

Das Ding mit dem Neuland nimmt ungeahnte Dimensionen an. Die reale Verprobung hat bereits begonnen.

neuland räuber rennen gegen glastür

Schlagwort-Analyse zur Berichterstattung der Hogesa Demonstration in Köln

Nachdem gestern in Köln eine krasse, menschenverachtende Demonstration lief, habe ich gerade kurz im Querschnitt ein paar Artikel von Zeitungen auf einige Schlagworte hin untersucht. Das ist natürlich nicht repräsentativ, da ich nur 11 Artikel untersuchte. In Summe aber vielleicht ein ganz guter Anhaltspunkt und ich wette: Auch bei 50 analysierten Artikeln sieht das Ergebnis ähnlich aus. Polizei, Hooligans, Salafisten, Köln, Gewalt, Wasserwerfer, Nazis, Rechtsextrem,…

Der krasse Unterschied: wie oft wurde das Wort “Hooligan” im Vergleich zum Wort “Nazi” (inkl. Neonazi) in der Berichterstattung verwendet. Ich habe meine Meinung dazu ja, und die sieht ganz anders aus, als die Berichterstattung. Leider.

Ausschreitungen bei Demonstration Rechtsextremer in Köln

Schlagwort-Analyse der Berichterstattung unterschiedlicher Quellen (siehe unten)

Häufigkeit der Schlagworte

Polizei: 156 (inklusive 40 Ergebnisse für das Wort “Polizisten”)
Hooligans: 131
Salafisten: 73
Köln: 63
Gewalt: 43
Wasserwerfer: 28
Nazis: 26 (inklusive Wort “Neonazi”)
Rechtsextrem: 26
Hogesa: 23
Fußball: 17
Ausländer: 4

Quellen der analysierten Artikel:
FAZ, N-TV, SPON, Süddeutsche Zeitung, Focus, Welt, SPON, Der Westen, Tagesspiegel, Bild, Kölnische Rundschau.

Neues Passwort: das Internet an einen Drucker anschließen

Passwort vergessen. “Passwort vergessen” klicken. Neues Passwort erstellen. Fertig. Bei der mhplus, übrigens eine super Krankenkasse, sieht man das etwas anders. Ein neues Passwort kann man zwar im Internet anfordern, aber sich nur per Brief schicken lassen. Es ist fast ein bisschen so, als würde man das Internet ausdrucken.

Bildlich läuft das in etwa so ab: wir sitzen vor dem Computer und klicken “Passwort vergessen”. Durch den Klick wird ein Druckauftrag ausgelöst, der sofort ein Standardanschreiben mit dem neuen Passwort ausdruckt. Ein Greifarm holt das Papier aus dem Drucker und steckt es in einen Umschlag.

Eine Fehlerseite nach dem Klick auf “Passwort vergessen” beeindruckt den Drucker nicht. Der macht zuverlässig seinen Job. Und so werden am gleichen Tag fünf Briefe mit fünf unterschiedlichen Passwörtern verschickt und landen bei uns im Briefkasten. Das Beste daran: keines dieser Passwörter funktioniert. Na dann klicken wir uns nochmal durch. Yay. Diesmal klicke ich zur Sicherheit zehn Mal.

mhplus passwort vergessen und per brief zusenden lassen

Für größere Ansicht: Klick aufs Bild

Die drei Euro Porto spielen überhaupt keine Rolle. Die Krankenkassen erwirtschaften ja genügend Überschüsse.

DER Feminismus auf Twitter

Dies ist lediglich ein Artikel über einen Artikel, der über dem Feminismus steht. Für Freitag eine ganz schöne Leistung.

feminismus_auf_twitter

Heute morgen schickte ich diesen Tweet ins Tagesrennen:

Es heisst tatsächlich “DER” Feminismus. Könnte bitte jemand einen Artikel darüber schreiben? Danke.

Die Antwort kam umgehend:

Zu dem Tweet hat mich übrigens Patricias Blog-Artikel “Gegen die Hilflosigkeit” bewegt, der mich lange über das Thema Feminismus und Menschheit und den zwischenmenschlichen Umgang nachdenken liess. 10 Minuten formulierte ich an einem passenden Kommentar. Aus dem Kommentar wurde ein gelöschter Kommentar und dann ein Tweet, der bewusst eine Portion Ironie in sich trägt.

Und ja, du kannst diesen Twitter Humor verabscheuen. Du kannst sogar meine Art von Humor noch viel mehr verabscheuen. Ich musste bei der Antwort von @Moepern trotzdem lachen, weil er der ernsten Thematik mit Humor begegnet. Überhaupt glaube ich fest daran, dass bei vielen wichtigen Themen eine humoristische Betrachtung (damit meine ich nicht “ins Lächerliche ziehen”) der Sache dienlich sein kann.

Geleakt: iCloud Fotos von Günther Oettinger

Günther Hermann Oettinger, designierter EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, hat sich zu den geleakten Nacktfotos von Promis bekanntermassen so geäußert:

Wenn jemand so blöd ist und als Promi ein Nacktfoto von sich selbst macht und ins Netz stellt, hat er doch nicht von uns zu erwarten, dass wir ihn schützen. Vor Dummheit kann man die Menschen nur eingeschränkt bewahren.

Jetzt müssen wir nicht darüber reden, wie unpassend diese Aussage war, da es sich um einen iCloud-Hack handelte. Dumm ist natürlich auch, dass man zwar große Reden schwingen, den Leak eigener Fotos aber nicht unbedingt verhindern kann. Hack ist Hack. Die Fotos zeigen, dass Nacktheit nicht die eigentliche Problemstellung ist.

Oettinger iCloud Leaks

Oettinger iCloud Leaks

Oettinger iCloud Leaks

Oettinger iCloud Leaks

Oettinger iCloud Leaks

Bildquellen:
thirteenofclubs / CC BY-SA 2.0
iamagenious / CC BY 2.0
rodrigofavera / CC BY 2.0
thomashawk / CC BY 2.0
micboc / CC BY 2.0

Portraits Oettinger:
norway_mission_eu / CC BY 2.0
eppofficial / CC BY 2.0

P.S. Der Hinweis, dass dies ein satirischer Beitrag ist, sollte eigentlich überflüssig sein. Wer es dennoch schwarz auf weiss braucht: dieser Beitrag ist Satire. S-A-T-I-R-E.

1998: Online gehen – lohnt sich das?

Gerade taucht eine Mail mit einem Artikel vom René von 2012 auf. Es geht um eine Bravo Ausgabe aus dem Jahr 1998. Die Frage lautet: Online gehen – lohnt sich das? Herrlich. Und weil ich es so lustig finde, pappe ich mir das hier ins Blog rein:

online_freaks

Ich stehe ja auf so alte Berichte. Vor allem die Antworten der 8 Online-Freaks (für diese Ausdrucksweise würde man heute wahrscheinlich verprügelt werden) sind grandios. Ich klaue das jetzt mal vom René:

Sreenfun: Stephan, Du bist seit einem Jahr online. Wie kamst Du dazu?
Stephan: Pure Neugier: Die Magazine standen voll von Internet-Geschichten.
Martin: Die Wirklichkeit haben sie aber nicht dargestellt. Wenn ich sehe, wie der Aufbaubalken von Prozent zu Prozent kriecht, weil man ewig auf irgendwelche Grafiken wartet, ist das jedenfalls ziemlich ernüchternd.
Andrea: Dieser Hype ging ja auch um etwas, was die echten Online-Freaks gar nicht so oft nutzen: Das World Wide Web. Wenn ich da surfe, gucke ich oft nur ziellos herum, und nach ein paar Minuten wird mir langweilig.
Thomas: Es ist ja nicht so, daß einem da verschiedene Dinge angeboten werden. Man muss schon konkret nach etwas suchen.

Screen Fun: Wo schaut Ihr denn nach, wenn Ihr ins Web geht?
Stephan: Ich gehe meist zuerst zu den großen Suchmaschinen wie Yahoo!.
Dorle: Ich suche meine Infos lieber in Büchern. Vielleicht stelle ich mich ja etwas blöd an, aber ich persönlich finde im Web nie etwas. Und wenn, dann ist es in Englisch.

Screenfun: Ist Internet-Surfen etwa out?
Jessica: Als Trend schon, deshalb sieht man in diesen Cafés ja auch fast niemanden mehr.

Hervorragend. Danke René.

Server Katastrophe

Sorry, seit Sonntag mittag war die Webseite offline. Weg vom Netz. Da ich mit dem Max auf einem Server liege, mit Handtüchern und Strand und so, kann ich nur seinen letzten Beitrag zitieren:

Ehrlich gesagt ist auch immer noch total tote Hose, die Jungs von NGZ kriegen den Server immer noch nicht zum Laufen. Mein bester Admin aller Zeiten hatte allerdings das komplette Blog vorsichtshalber schon auf einer anderen Maschine gespiegelt und von der werdet ihr im Moment bedient. Das Dumme ist, dass alle nun veröffentlichten Kommentare und Artikel eventuell umständlich auf die “eigentliche” Maschine umgezogen werden müssten, falls die je nochmal wieder anfängt zu rennen.

Möp. Ärgerlich. Sehr ärgerlich. Aber hey, it´s the internet. Ich vertraue da voll und ganz auf den SuperAdmin. Und schliesslich geht es hier nicht um Menschenleben. Allerdings werde auch ich hier solange nichts mehr veröffentlichen, bis das Problem endgültig gelöst ist. Das dürfte aber kaum auffallen, da ich in letzter Zeit etwas weniger veröffentlicht habe ;) Bleibt gewogen, wir lesen uns, sobald es weiter geht. Hoffentlich in den nächsten Tagen.

republica 2014 und mein “Hm” dazu

Heute startet die re:publica. Auch dieses Jahr werde ich wieder da sein. Einen konkreten Plan, was ich genau sehen möchte, habe ich noch nicht. Hm. Noch mehr hm, da ich nur am Dienstag in Berlin bin und abends schon wieder zurück in die Heimat muss. Hm.

Noch mehr “Hm” gibt es morgen, Dienstag, von 14.15 Uhr bis 14.45 Uhr auf Stage 4. Da werde ich mit Sven und Andreas zum Thema “Sind bloggende Väter eine Nischenerscheinung?” diskutieren. Moderiert wird die Diskussion von der bezaubernden Patricia. Danke Andreas für die Einladung zur Diskussion.

republica_2014

Problem: ich habe noch keinen Plan, was ich da von mir geben könnte. Da ist wieder dieses “Hm” in meinem Kopf. Aber alles wird gut. Und, Achtung Spoiler: ich werde wahrscheinlich sagen, dass… Ach was, komm einfach vorbei und sag Hallo. Wir würden uns darüber freuen.

P.S. Schreibt mir einfach in die Kommentare, was ich morgen sagen könnte. Mögliche Fragen:

– Warum bloggst du?
– Warum bloggen so wenige Väter?
– Was und wie bloggen Väter anders?
– Können Männer überhaupt Emotionen zeigen?
– Was hat das alles mit dem Elterngeld zu tun?
– Und hey, wenn du schon vom Staat kassierst, warum weinen deine Kinder dann?

Wie gesagt, ich habe noch keine Ahnung, was morgen thematisiert wird, aber ein paar Antworten in der Tasche helfen sicherlich. Oder ich lese Brigitte Mom und Eltern und lerne Teile davon auswendig. Ob das was bringt?

Bashtag #myNYPD: Tolle Social Media Kampagne der New Yorker Polizei

Social Media ist doch das Allerletzte. Der Twitter Account der New Yorker Polizei @nypdnews führte #myNYPD als Hashtag ein, um Fotos zu sammeln, die Bürger und Polizei in freundschaftlicher Verbindung zeigen. Die Polizei, dein Freund und Helfer.

Der Ursprungstweet der New Yorker Polizei

Reaktion von Occupy Wall Street

Bashing bashing bashing – Reaktionen aus dem Netz

Weitere Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten. Die New Yorker Polizei hatte sich das Ergebnis sicherlich etwas anders vorgestellt. Hijacked Hashtags sind auf Twitter keine Seltenheit und so posteten Twitter User folgende Bilder zum Bashtag #myNYPD:

Wie das so im Internet üblich ist, lassen sich Fehler kaum korrigieren. Stattdessen tauchen Derivate auf, z.B. #myLAPD.

Ob und welche dieser Bilder es auf die offizielle Facebook Seite des NYPD schaffen ist bisher nicht bekannt.

Unglaublich, endlich mal jemand der Fakeblog bis ganz nach unten gescrollt hat. Daumen hoch. Willst du wieder nach oben?