Gestern abend lief Frontal 21 im ZDF. Ein Teil beschäftigte sich mit Prism und inwiefern unsere Regierung davon etwas wusste oder nicht. Schließlich zeigt man sich vor der Kamera penetrant überrascht, ob all dieser Überwachung. Prism? Das müssen wir erst prüfen, davon wissen wir nichts. Während Merkel einen von „Auf deutschem Boden hat man sich an deutsches Recht zuhalten“ faselt und der geneigte Wähler kopfnickend applaudiert, zeigt Frontal 21 ein aus meiner Sicht sehr viel wahrscheinlicheres Bild der momentanen Situation:
Streetart in Afghanistan? Yes. Die 25-jährige Shamsia Hassani ist der Meinung „Art is stronger than war.“ Für Streetart hat sie ihren ganz eigenen Antrieb:
Meistens male ich Frauen in Burqas in moderner Form an Wände. Ich möchte über ihr Leben erzählen, möchte einen Weg finden ihr Leben aus der Dunkelheit zu holen, ihren Verstand zu öffnen, positive Veränderungen zu bringen. Ich versuche, all die schlechten Erinnerunen des Krieges von jedermanns Gedanken zu verbannen, indem ich traurige Städte in fröhliche Farben hülle.
Gemalt hat Shamsia schon immer gerne, aber mit Streetart und Graffiti kam sie zum ersten Mal 2010 während eines Workshops des britischen Künstlers Chu in Berührung. Jetzt erstellt sie digitale Arbeiten oder bemalt reale Wände in Kabul.
Stephen Fry und Jonathan Ross unterhalten sich über die Entwicklung von Sprache. In Zusammenhang mit der T9 Eingabehilfe wurde auch klar, warum Stephen Frys 12-jähriger Neffe das Wort „book“ in einem für Stephen unverständlichen Zusammenhang verwendete.
…If you try and type „cool“ on some systems it comes out as book…
Doch mein Lieblingszitat ist:
…being a guardian of language is enjoying language…
(lmaa) Internen Berichten zufolge sollen die beim Thema Prism und Tempora verantwortlichen deutschen Politiker nun doch einen internen Lösungsweg gefunden haben. Man will sich die Augen verbinden und nur selten einen gezielten Treffer kassieren. Das Kanzleramt wird für ab sofort jeden Donnerstag in einen temporären Boxstall umgebaut. Währenddessen schicken die amerikanischen und englischen Verantwortlichen Musik zur Beruhigung ins Kanzleramt: dear Merkel, the elections are safe. Daraufhin rief Kanzlerin Merkel höchstpersönlich US-Präsident Obama an und sang zum Dank und quietschvergnügt „Hit me baby one more time“.
(lmaa) Stuttgart Feuerbach ist um eine Attraktion reicher. Auf Nachfrage erklärte das örtliche Bürgerbüro, dass man mehr Touristen nach Feuerbach locken möchte. Das U-Bahn 2-Zonen Ticket wird von 2,60 € auf 9,90 € angehoben. Dafür enden die Linien U6 und U13 ab sofort am Wilhelm-Geiger Platz. Ausstieg direkt unter den „Geiger Falls“. Der Eintrittspreis ist mit Erwerb der Fahrkarte abgegolten. Unter dem Wasserfall werden Einwegkameras, Regenschirme, Bratwürste, Gummistiefel, Taucherbrillen, Schnorchel, Goldfische und vieles mehr verkauft.
Die neuen „Geiger Falls“ in Stuttgart Feuerbach sollen mehr Touristen anlockenUm die „Geiger Falls“ in Betrieb zu nehmen wird eine darüber liegende Dole ein darüber liegender Straßenablauf geflutet
Am Donnerstag, 1. August 2013, tritt das Leistungsschutzrecht, das Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG, maßgeblich gefordert hat, in Kraft. Natürlich gesellten sich noch einige andere Verlage dazu, die auch gerne Geld von Google wollten, damit ihre Suchergebnisse bei den Google News gelistet werden dürfen. Mitte Juni dachte sich Google einfach „Ok, dann wollen wir eine spezielle Anmeldung (Opt-in) von den Verlagen, die bei Google News aufgeführt werden wollen. Natürlich ohne dafür einen Cent an die Verlage zu bezahlen.
Tata, Fanfare für alle. 3 Tage vor Ablauf der Frist hat Springer die Zustimmung zur Listung bei Google erteilt, lamentiert noch aber noch etwas von „nur vorläufig“ usw. Hubert Burda knickt bis Donnerstag sicherlich auch noch ein. Anscheinend handelt es sich doch um eine nicht unerhebliche Anzahl User, die durch Google News zu den jeweiligen Verlagsseiten gespült werden. Na ja, baut mal schön weiter eure Klickstrecken, ich rege mich da jetzt nicht auf.
Nur kurz fürs Logbuch. Am Samstag gingen in Stuttgart etwa 150 Menschen gegen die Totalüberwachung auf die Straße. 150. Da fehlen keine Nullen. 150. In Karlsruhe waren es zumindest 500. Aber 150? Ja, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, aber um das mal in eine angemessene Relation zu bringen:
Einwohnerzahlen und Prozente
Stuttgart: 613.392 (31. Dez. 2011) -> 0,025% der Einwohner
Berlin: 3,52 Millionen (31. Juli 2012) -> 0,057% der Einwohner
Köln: 1,017 Millionen (31. Dez. 2011) -> 0,07% der Einwohner
Karlsruhe: 297.488 (31. Dez. 2011) -> 0,17% der Einwohner
Dabei könnte eine Demo gegen die Einrichtung einer neuen Stasi sicher mehr Sympathisanten in Deutschland auf die Straße bringen, als eine Free-Manning-Demo (auch, wenn man das traurig finden kann).
Augen auf der Demo in Köln. Eigentlich würde ich mich darüber echt freuen, aber ich hätte mich noch mehr gefreut, wenn wir viel mehr Menschen erreicht hätten. Wir müssen zumindest die 5% Hürde knacken.
Jetzt wird zurücküberwacht. Wer noch ein paar Motive für die #StopWatchingUs Demos am Samstag braucht, für den habe ich hier ein Paket von 5 Augenpaaren zusammengestellt. Augen ausschneiden, am Stiel befestigen und zurückschauen. Wir sehen alles, wir lassen uns nicht länger was vormachen. Wir beobachten genau, was mit unserer Freiheit passiert.
Augenpaare für Demo-Plakate – das Foto entstand während der Acta Demo in Stuttgart im Februar 2012 – die Augen habe ich nur zu Demo-Zwecken schlecht hineinretuschiert. Das Original-Foto findet ihr hier.
Am Samstag finden deutschlandweite Demos gegen die Generalüberwachung statt. In zahlreichen deutschen Städten ist für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind was dabei. Schließlich geht uns dieses Thema alle an. Es wird Zeit für unser Recht auf Privatssphäre aufzustehen, auch wenn es wieder mal wie der letzte Strohhalm wirkt, an den man sich zu klammern versucht. Gestern schrieb ich noch, dass ich es inzwischen leid bin, mich mit Begrifflichkeiten abspeisen zu lassen. Mir ist egal, ob das nun Tempora, Indect, Prism, oder wie auch immer heisst. Es geht um die Verteidigung unseres Grundrechts.
Wir alle haben ein Recht auf Privatsphäre und vertrauliche Kommunikation, ob beruflich oder privat! Und dieses Recht fordern wir gemeinsam am 27.07.2013 auf der Straße ein!
In diesen deutschen Städten gibt es am Samstag Aktionen:
Aachen – Augsburg – Berlin – Bielefeld – Bochum – Celle – Dresden – Frankfurt – Freiburg – Göttingen – Hamburg – Hannover – Heidelberg – Heidenheim – Hof – Ingolstadt – Karlsruhe – Kassel – Köln – Leipzig – Magdeburg – Mannheim – München – Münster – Nürnberg – Regensburg – Saarbrücken – Stralsund – Stuttgart – Traunstein – Trier – Tübingen – Ulm – Würzburg
Also, keine Ausreden mehr, ab auf die Straße. Liebe Stuttgarter/innen: mein Gefühl sagt mir, dass jegliche Unterstützung notwendig ist, um dem Thema die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die es benötigt. Denn wie so oft, schafft es unsere Regierung, das alles als völlig normal hinzustellen. (das ist übrigens ein parteiunabhängiges Talent) Wenn ihr jung oder alt seid, beweglich oder nicht so beweglich, laut oder leise, groß oder klein, dick oder dünn, ach was, wenn ihr einfach Menschen seid, dann kommt zahlreich und fröhlich.
In Stuttgart
11:55 Treffen auf dem Karlsplatz
12:30 Demozug zum Schloßplatz am Fahnenrondell (Route wird noch bekannt gegeben)
12.45 Abschluss mit internationalen Beiträgen u.a. zu unnützen und aufgezwungenen Großprojekten
Naivität ist eine der größten Kräfte unserer Zeit. Tatsächlich werden sich nicht wenige Menschen von den bunten Lollies, die Politiker im Wahlkampf verteilen werden, wieder besänftigen lassen. Noch einen Luftballon für die Kleinen und eine Rose für die Mama, die ja immer so schwer arbeitet. Wahlkampf-Stände sind die kleinen Sekteninseln der Neuzeit, an denen Menschen mit kleinen Leckerlis gefüttert werden. Oder wie es der römische Dichter Juvenal so schön formulierte: Brot und Spiele.
Die Grinsegesichter auf den Wahlplakaten werden uns bald wieder anlächeln, als wäre nichts gewesen. Dekadent, von oben herab hängen ihre Köpfe auf riesigen Plakaten. So hoch oben, dass sie nach unten schauen müssten, um Blickkontakt mit dem gemeinen Wahlvieh zu bekommen. Das Wort „unten“ darf man als Politiker natürlich nie sagen, nur denken. Ein seltsames Eigenverständnis.
Als Geste der Toleranz läuft die CSU wieder beim CSD in der ersten Reihen mit. Man will ja einen guten Eindruck hinterlassen, sich weltoffen präsentieren. Den ein oder anderen Homosexuellen hat man sogar in den eigenen Reihen. Der wird nach außen als Toleranzlatte gezeigt, während intern mit SO EINER Person kaum jemand etwas zu tun haben will. Das würde man aber nie direkt so sagen. Im politischen Alltag bedient man sich da lieber einiger Herrenwitze, die Rainer Brüderle in anderem Zusammenhang nur zu gut kennt. Ihr seid alle besessen.
Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.
Liebe Politiker, ihr seid alle in keinster Weise wählbar. Keiner. Niemand von euch. Während ihr vor der Kamera etwas von Freiheit säuselt, verkauft ihr sie hinter unserem Rücken. Wo eine Familie mit schwachem Einkommen in Großstädten unter Hartz IV „Niveau“ sinkt, erhöht ihr munter eure Diäten. Andere Menschen nehmen bei einer Diät ab.
Eure Wortklaubereien sind seit Jahrzehnten unsere stetigen Begleiter. 1995 habt ihr statt Diätenerhöhung lieber das schöne Wort Diätenanpassung verwendet. Schon damals fiel niemand darauf herein. Heute ändert ihr Vorratsdatenspeicherung in Mindestspeicherfrist. Toller Lernerfolg. Ihr habt es weit gebracht, wenn ihr Menschen inzwischen per Joystick töten könnt, dabei aber leider nicht selten die Falschen trefft, sondern auch dem Krieg das brutale Bild raubt. Getötet wird zukünftig bei einer Tasse Kaffee. Doch zuerst dürfen die Steuerzahler die verpulverte halbe Milliarde aufbringen.
Sämtliche Großprojekte dieses Landes lasst ihr genüsslich zu Ende bauen, während ihr nur die kleinen Handlanger der Öffentlichkeit zum Fraß vorwerft. Euch interessiert es einen feuchten Dreck, ob 12-jährige Mädchen, von Menschenhändlern verschleppt, in Hinterhof-Absteigen anschaffen gehen müssen. Ihr schafft es so gefühlskalt zu sein und hierzu ein Gesetz zu verabschieden, das genau das Gegenteil von dem bewirkt, was es bewirken soll. Ihr macht mich irre. Krippenplätze für alle, wo nicht mal das qualifizierte Personal vorhanden ist. Krippe auf, Jesus rein, Esel rein, Krippe zu. Die heiligen 3 Könige kommen dieses Jahr nicht. Ihr habt ja keine Zeit. Boah.
Ich habe diesem Treiben lange genug zugesehen. Mir reichts. Ich habe keine Lust mehr, mich an Begrifflichkeiten wie PRISM, Tempora, BND, NSA, Hartz IV, ALG II, KITA, etc. aufzuhalten. Euch stinkts, wenn Menschen auf die Straße gehen, um nach dem letzten Strohhalm der Demokratie zu greifen. Falls das passiert wird die Polizei vorgeschickt, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Mir stinkt dagegen, dass die meisten von uns immer noch wie benebelt in der Ecke sitzen und eben nicht auf die Straße gehen. Nicht gegen alles, sondern für eine Demokratie, die noch eine bleiben soll. Doch wir können nur uns selbst vorschicken.
Das wollte ich nur noch mal festgehalten haben, um mich dann in 10 Jahren darauf beziehen zu können. Wie konnte Stuttgart 21 durchgewunken werden, obwohl man auf Entscheiderebene eigentlich dagegen war? So funktioniert das eben. Den Stadtnamen dürft ihr natürlich gerne ersetzen.
40 Grad. Gerade stelle ich mir vor, wie ich zu dieser Musik im Freibad ins Wasser springe und mich einfach nur des Lebens freue. Dann kommt der Reiter mit seinem „Hi Ha“ vorbei und bringt mir Eis an den Beckenrand. Ach du schönes Sommerleben, ich bin dann mal arbeiten.
Animiert und illustriert wurde die „The Planets“ Serie von Andy Martin. Jeden Monat kommt ein neues Video dazu. Doch das hier ist mein Favorit.
Exakt 4 Folgen wurden von Weed Wars, einer amerikanischen Reality-Doku, gesendet. Danach wurde das Format wieder eingestellt. In den Folgen ging es um Abgabe von Marihuana aus medizinischen Zwecken. Man läuft also mit einem Rezept des Arztes zur Ausgabestelle seiner Wahl. Aus einer der Folgen ist folgendes Video. Irgendwie finde ich die Geschichte des Mannes sehr traurig.
I´m on a spiritual search… All my life I worked, work and to retire 65, in a ??? iron suit and now you gotta break out of it. I wanna see if marijuana can help me.
Also ich finde es traurig, dass dieser Mann sein bisheriges Leben so eingeengt empfunden hat. Aber ich finde es auch sehr mutig, dass er neue Sachen ausprobiert, um auf einen zufriedeneren Weg zu kommen. Ob Marihuana da richtig ist? Keine Ahnung, aber: sagt mal einer den Mitarbeitern in diesen Abgabestellen bitte, dass sie den Menschen erklären sollen, wie sie das Zeug zu sich nehmen können.
1963 testete man an britischen Soldaten, wie sich diese unter LSD-Einfluss verhalten. Mal angenommen, im Krieg hätte jeder Soldat LSD zu sich genommen, so würden Kriege wahrscheinlich ihre Bedeutung verlieren, da feindliche Soldaten gemeinsam Eichhörnchen und Vögel füttern würden. So, und jetzt lasst mal die Drogen weg. Das schafft ihr bestimmt auch ohne LSD. Gemeinsam die Tierwelt retten. Weltfrieden go!
Wissenschaftler der Universität „Western Australia“ haben nun anscheinend genau herausfinden und verstehen können, wie Haie sehen. SAMS (Shark Attack Mitigation Systems) haben die wissenschaftlichen Erkenntnisse in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Universität jetzt in Hai abweisende Neoprenanzüge „übersetzt“. Ist eine lustige Formulierung, könnte aber für viele Wellenreiter, Windsurfer, Taucher, etc. tatsächlich lebensrettend sein.
Hai abschreckender Neoprenanzug und Surfbrett-Sticker von radiator
Radiator hat die Technologie nun als erstes Unternehmen lizenziert und bietet die ersten Neoprenanzüge und Sticker für Surfbretter an. Mich hat das Design doch sehr stark an Adam Harveys Camoflash erinnert, nur dass die Haie nicht geblendet werden.
Chemische Reaktion der Stoffe NH4Cr2O7 und HgSCN. Ohne diesen ganzen chemische Quatsch: ein Vulkan zum Selbermachen. Nicht nur ein Vulkan, nein, ein Vulkan, der zu einem Monster mutiert. Ok.
(lmaa) Die NSA baut in Bluffdale, Utah, das größte Datenspeicherzentrum der Vereinigten Staaten. Der benötigte Speicherbedarf beträgt nach genauen Berechnungen mindestens 1 Yottabyte. Die immensen Kosten des Speicherzentrums beschäftigen die Verantwortlichen und so kam man auf die grandiose Idee eine Crowdfunding Aktion bei Kickstarter anzulegen. Als Goodies gibt es tolle Sachen, freier Speicherplatz inklusive. Grandiose Idee, zuerst die Daten aller Bürger grundlos sammeln, um sie anschließend dafür bezahlen zu lassen.
In den letzten Wochen drang die Meldung durch, dass die NSA Speicherbedarf im Yottabereich benötigt. Ronny hatte einen Artikel veröffentlicht, der die Menge der Stasi-Daten mit dem Speicherbedarf der NSA vergleicht. Inzwischen mehren sich auch die innerhalb Amerikas kritische Stimmen. Währenddessen empfiehlt Innenminister Hans-Peter Friedrich sich zur eigenen Datensicherheit einen Virenscanner zu installieren. Neuland eben. Kanzlerin Angela Merkel will den EU-Datenschutz gerne stärken. Leider hat sie auf die offenen Fragen aber auch keine genauen Antworten parat. Man schleicht um das Thema herum, wie der Löwe um seine Beute. Unterschied: der Löwe reißt sich irgendwann seine Beute, während wir alle die Beute sind. Grundlos.
Boah, da könnte ich mich gerade so aufregen. Klar, auch ich habe mich über unseren Innenminister Friedrich und seine USA Reise etwas belustigt. Am Wochenende musste Herr Friedrich an diversen Stellen der Blogosphäre (nennt man das noch so?) für als Buhmann herhalten. Wer ist denn in diesem Land für den Bundesnachrichtendienst und die Geheimdienstkoordination verantwortlich?
Friedrich nicht. Nein, sein Verantwortungsbereich ist die Spionageabwehr. Die eigentliche Verantwortung liegt doch beim Kanzleramt, wenn ich da richtig informiert bin. Sicherlich ist es einfach sich über die Person Friedrich und seine „Ergebnisse“ zu belustigen, ist er doch ein mit Bedacht ausgewähltes Bauernopfer der eigentlich Verantwortlichen. Keine Störungen vor dem Wahlkampf. Oder bringt von euch jemand NSA, Prism, Tempora, usw. mit Merkel in Verbindung?
Deshalb, Ehre wem Ehre gebührt: Danke Frau Merkel, dass Sie Herrn Friedrich mit dieser Aufgabe betraut und sich so schön aus der Affäre gezogen haben. Ist zwar nicht besonders nett, jemanden der Öffentlichkeit als Prügelknaben vorzuwerfen, funktioniert trotzdem immer häufiger. Seien Sie sicher: ich vergesse nicht, dass diese „Affäre“ in ihrer Verantwortung liegt. Wir sehen uns im September. Nicht.
P.S. Im Interview von Herrn Friedrich wird natürlich der Verstoß gegen das Grundegesetz deutlich. Und ehrlich, das regt mich genauso auf wie euch auch. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass da Frau Merkel stehen müsste. Selbst wenn das sehr vielen Menschen klar ist, steht Prism durch die Berichterstattung in ständiger Verbindung mit Friedrichs Namen. Also Angela, alles save.
In der neuesten Android Version ist bereits ein Teil des Codes von der NSA namens „Security Enhancements for Android“ programmiert. Wer also scharf auf ein Android Smartphone, Tablet, etc. ist, der sollte noch bis zur neuen Android Version warten. (könnte Spuren von Ironie enthalten) Bereits verfügbar ist das neue System für HTC One, Samsung Galaxy S4 und Sony Xperia Z.
Angeblich soll der Code vor Hackerangriffen schützen und die Weitergabe von Daten an Werbenetzwerke verhindern. Irgendwie finde ich diese Ziele zu ehrenhaft. Da Android offen ist, kann man sich den Quellcode hier zwar im Detail ansehen, aber meine technischen Kenntnisse reichen hierfür nicht aus. Wer also Lust hat, nur zu.
Am verlogensten an der ganzen Sache ist aber doch die Bild Zeitung, die diesen Spot als Aufhänger für Seite 1 nimmt und die Überschrift in 300.000 Punkt mit „SEXIISSSSSMMMUUUSSSSS IIIMMMMMMMM TVVVVVVVVVVVVVVVVVVVV“ oder so ähnlich betitelt. Peinlich. Erst mal an die eigene Nase fassen. Punkt.
Gestern habe ich in der Wohnung ein Bild gefunden, das Kind 1 gemalt hat. Kind 2 hat nämlich kein großes Interesse an der Malerei. Natürlich will ich mich nicht blamieren und frage euch deshalb: was hat Kind 1 da gemalt? Heute Abend werde ich dann Kind 1 eure Vorschläge unterbreiten.
Nicht dass ihr euch fragt, ob bei mir alles ok ist. Normalerweise interessiert mich weder die Vogue, noch dieses ganze Modeding, sonst könnte ich wahrscheinlich ein Modeblog schreiben. Auf der englischsprachigen Vogue Seite kann man den Konami Code eingeben und dann kommt ein modebewusster Dinosaurier zum Vorschein. Durch weiteres Drücken der „A“ Taste kommen immer neue Dinosaurier hinzu.
Konami Code:
Auf der Tastatur folgende Tasten drücken: Up, Up, Down, Down, Left, Right, Left, Right, B, A … Aber jetzt bitte nicht bei mir auf der Seite versuchen, da passiert nichts.
Konami Code auf der Vogue Seite: modebewusste Dinosaurier zeigen sich
Das Gefangenenlager Guantanamo sollte nach dem Wunsch von Barack Obama längst aufgelöst sein. Die Zustände und Behandlung der Gefangenen vor Ort dürften weitreichend bekannt sein. Wiki Zitat:
Die Rechtslage der Gefangenen, deren Haftbedingungen, die verwendeten Verhör- und Foltermethoden und die Verstöße gegen die Menschenrechte führen international zu scharfer Kritik und zu Forderungen nach Schließung.
Während dem Ramadan werden momentan 40 Gefangene nachts zwangsernährt. Und weil das so eine abstrakte, ja fast liebliche Umschreibung dessen ist, was da passiert, hat sich Yasiin Bey, bekannt als Mos Def, dieser Prozedur freiwillig unterzogen. Hier das Video:
Jetzt tun wir mal alle kurz überrascht, ok? Die Deutsche Post arbeitet in seltenen Fällen mit den Sicherheitsbehörden zusammen. Auch in Deutschland wird jede Adresse eines Briefes abfotografiert. Natürlich nur für den korrekten Versand, also interne Zwecke. Wo kämen wir sonst hin? Jetzt stellt euch mal vor, es würde bei dieser ganzen Zusammenarbeit mit Amerika eine Schnittstelle geben, mit deren Hilfe man auf die Daten zugreifen könnte? Das ist aber so absurd, dass ich es nur als eine Verschwörungstheorie von mir bezeichnen würde. Man kann auch ohne Schnittstelle wunderbar zusammenarbeiten.
Unsere Politik arbeitet dagegen ganz sicher nicht mit Amerika zusammen. Ne, die sind selbst überrascht, ob des Ausmasses der Datenüberwachung. Ehrlich. Deswegen fliegt Innenminister Hans-Peter Friedrich diese Woche mit einer Delegation nach Amerika, um sich das Thema Prism mal genauer erklären zu lassen. Jener Friedrich, der sich bei Prism sowieso hinter die Amerikaner stellt.
Man darf gespannt sein, mit welch neuer Technologie Friedrich zurückkommt und vor allem wie diese dann in Deutschland heissen wird. Wer glaubt ernsthaft daran, dass unser Innenminister auch nur einen Funken Widerspruch gegenüber der Totalüberwachung einlegen würde? Die abschliessende Pressekonferenz nach dem USA-Besuch wird von den Amerikanern diktiert und Herr Friedrich darf die Worte vortragen. Mensch Welt ey, das hätte definitiv alles viel besser laufen können.
Die CDU/CSU schreibt noch schnell das Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2013 im September um:
Ausschnitt aus dem Wahlprogramm der CDU zur Bundestagswahl 2013
Mindestspeicherfristen für Verbindungsdaten regeln
Der Staat muss persönliche Kommunikationsdaten der Menschen schützen…
Aus Vorratsdatenspeicherung wurde nun also „Mindestspeicherfrist“. Tolle Programmänderung.
Weitere umbenannte Passagen aus dem Wahlprogramm
Digitaler Raum mit Kabelanschluss -> Internet
Internetüberwachung -> Cybersicherheit
Oma Gerda nach dem Weg zum Bahnhof fragen -> Extremismus vor Ort wirksam bekämpfen
Politik -> Wehrhafte Demokratie
Die Wähler ruhig stellen -> Mitmachen! Einmischen! – Mehr Bürgerbeteiligung
Das Internet geht wieder weg -> Chance Digitalisierung
Die Menschen müssen wieder investieren -> Verbraucherbildung von klein an
Sorry für den Sarkasmus, aber der Wolf im Schafspelz wirkt gegen diese CDU/CSU sehr zahm. Zum Schluss nehmen wir uns alle an die Hand und sagen noch einmal gemeinsam ganz lieb und brav:
Das Leben ist kunterbunt und ich rege mich viel zu schnell auf. Nur kurz ein Einblick, über welche Themen ich mich momentan aufrege:
Ab sofort neu: getprsm.com – The Sharing network. Wirklich alles zu jeder Zeit teilen. Das gab es meines Wissens noch nie. Share to your heart´s content.
Links, die mich noch wütender machten
nerdcore: Äh, stopp, das hat mich gefreut – ein paar Studenten haben bei einer Job-Veranstaltung der NSA an ihrer Uni ein paar nette Fragen gestellt. Anhören.
Da das Münchner Hungerstreikdrama beendet werden konnte, komme ich heute Abend nun doch ins Festzelt in Rothenburg ob der Tauber. Ich freue mich darauf, Euch heute Abend zu treffen.
Anscheinend haben die Amerikaner sehr viel mehr Humor, als wir nachvollziehen können oder wollen. Seit einigen Stunden kursieren auf Twitter die wildesten Tweets, die Amerika zum 2013ten Geburtstag gratulieren. Ein Tweet, der sehr oft retweeted wurde, lautet:
it's crazy to think that god made america 2013 years ago today. happy 2013th birthday usa!!
Angeblich soll es ja Menschen geben, die einiges lesen, was ich da schreibe. Deshalb hoffe ich auf eure Mithilfe. Ich bin auf der Suche nach deutschen Liedern, in denen schwerwiegende Fragen des alltäglichen Lebens gestellt werden.
Die gute Erika ist ja bekannt für sehr unterhaltsame Tweets. Beweise gibt es hier, hier und hier. Und sicher noch tausend weitere. Diesmal sind Adam und Eva not amused, denn während sich Adam voll auf seine Eva fokussierte, überraschte ihn die Erika in einem ahnungslosen Moment mit diesem grandiosen Tweet:
Wie kann man so etwas (Facebook Link) auch nur ansatzweise lustig finden? Schublade auf, VVS rein, Werbeagentur auch rein, Schublade zu. Bäm.
Das Abo rechnet sich: das check ich auch ohne Abi.
Liebe für diese Werbung Verantwortliche, ich weiss ja nicht in welcher Klischeekiste ihr weichgespült wurdet, aber das ist sowas von schlecht. Mein Vorschlag: Werbe-Etat streichen und Tickets günstiger anbieten, davon hätten alle etwas. Punkt. Aus.
P.S. Bitte entfernt das fehlerhafte Anführungszeichen auf dem Ticket. Außerden fehlt ein klassischer Sternchentext hinter dem Preis. Bis 399 €/Jahr*.
*Nur bei Abschluss eines Vertrages über 98 Monate und unter Vorlage einer Immatrikulationsbestätigung oder eines gültigen Studentenausweises. Nicht Abiturienten/Studenten haben maximal die Chance auf 99 € Ersparnis, da die betreffenden Personen seit ihrem 16. Lebensjahr voll arbeitsfähig sind.
Heute Abend läuft das Ultimatum ab, welches das Militär beiden Seiten gestellt hat. Entweder man einigt sich, oder das Militär greift ein, was bedeutet: die Verfassung würde außer Kraft gesetzt und eine Übergangsregierung eingesetzt werden. Ich bin gespannt, wie sich die Situation in Ägypten entwickelt. Zitat der Forderung des Militärs:
The Armed Forces warns that if the demands of the people are not met, it will be obligated, due to its national and historical duties, out of respect for the demands of the great Egyptian people, to announce a road map and measures for the future that it would oversee in collaboration with all the loyal national factions and currents, including the youth, who were and remain the spark of the revolution, without sidelining anyone.
Mursi lehnt einen Rücktritt weiterhin ab. Währenddessen haben die ägyptischen Minister der Justiz, für Kommunikationen und für Tourismus aus Protest gegen die Politik von Präsident Mohammed Mursi ihren Rücktritt erklärt. Weitere 3 Minister, unter anderem Außenminister Kamel Amr, sind ebenfalls zurückgetreten.
Nachdem Dirk hier einen Gastbeitrag schrieb, brachte er mich auf so einige Gedanken. Sein Text führte mir vor Augen, wie sich gewisse Produkte ins Kinderleben schleichen, ohne dass es jemand bemerkt haben will. Bielefeld also. Wer sich mit anderen Eltern unterhält oder in sich hineinhört, stellt sehr schnell fest, dass es nicht selten liebgewonnene Traditionen aus der eigenen Kindheit sind, die nun an die eigenen Kinder weitergegeben werden. Doch dann gibt es auf einmal neue Einflüsse, bei denen keiner genau sagen kann, woher sie kommen. Beispiel Feen. Eine ganze Arme Feen erwartet unsere Kinder. Ich nenne sie jetzt mal die Konsumfeen.
Gastbeitrag von The Dirkness, der hier und da blöggt.
Es war endlich wieder Ruhe eingekehrt. Der Tagesordnungspunkt 4 „Spielzeugfreie Zeit“ schlug mit etwas mehr als einer Stunde Überzug hohe Wellen und sprengte den zeitlichen Rahmen der ersten bundesweiten Sitzung der Kita-Vertreter im Bielefelder Olympiastadion am vorvergangenen Wochenende. (Die traurige Geschichte vom Bielefelder Olympiastadion: Im Zuge seiner nationalen Bewerbung für die Olympischen Spiele hatte das Komittee in Bielefeld übersehen, dass für 1966 gar keine Spiele anberaumt waren, jedoch vorsorglich ein ansehnliches Stadion bauen lassen, das bereits in Vergessenheit geraten war, als Bielefeld zumindest in allen möglichen kartografischen Machwerken als real erscheinen sollte und die Macher das Verzeichnen des Stadions übersahen. So findet sich denn auch in keiner Karte und keinem Stadtplan das Olympiastadion.) Die immerhin knapp 41.000 anwesenden Eltern-Vertreter der rund 52.000 Kitas in Deutschland wussten sich der Lokalität angemessen in feinstem Südkurven-Choral bestens zu beschweren.
Man könnte jetzt von der Azubi-Mär erzählen, aber das hatten wir schon hier und hier. Jetzt legen 4 Azubis der Deutschen Bahn nach. Zitat aus der Youtube Beschreibung:
Vier Auszubildende der Deutschen Bahn haben sich für eine Projektarbeit in eigener Initiative Gedanken über die DB als Arbeitgeber gemacht. Schnell kam bei den Nachwuchskräften die Idee auf, für das Projekt das Thema in einem Song darzubieten. Das Lied wurde komponiert und getextet, dann ging es für die Azubis nach Berlin, um das Stück aufzunehmen.
Ehrlich, ich finde es toll, dass Jugendliche auf Kosten ihres Arbeitgebers ein Lied aufnehmen dürfen. Auch eine Projektarbeit ist toll. Sobald ihr aber das Teil auf Youtube stellt ist doch klar, dass es keinen mehr interessiert, ob das nun kein offizielles Azubi-Video ist oder doch. Ihr werft die netten Mädels den Zuschauern zum Fraß vor. Peinlich. Sorry. Wie bereits damals geschrieben: denkt doch mal an eure Azubis und schützt sie! In meinem nächsten Leben werde ich „Social Media Berater mit Themenschwerpunkt Azubi Video und Musik Verbot zum Schutze aller Azubis“. Das Video wurde bereits mehrere Male von YouTube runtergeladen und erneut hochgeladen. Oh weia.
Und als „Social Media Berater mit Themenschwerpunkt Azubi Video und Musik Verbot zum Schutze aller Azubis“ werde ich durchsetzen, dass es maximal noch Videos in „Vine“ Länge zu sehen gibt. So wie dieses hier:
P.S. Natürlich vermuten viele, dass dieses Video ein geschickter Recruiting Schachzug der DB war. Aber ganz ehrlich: das kann man nur bringen, wenn man nicht mehr viel Ruf zu verlieren hat. Also bitte nicht nachmachen!